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Eine unvergleichliche Ausstellung im Bode-Museum
02/13/18 | Team Development

Die Staatlichen Museen zu Berlin zeigen eine sehr spannungsvolle Ausstellung von europäischen und afrikanischen Skulpturen im Bode-Museum. Eigens dafür entwickelte D-LABS eine Museums-App, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Kulturen beider Kontinente aufzeigt – und dabei im Stillen mit einer neuartigen Technologie besticht.

Unter dem Motto: „Unvergleichlich: Kunst aus Afrika im Bode-Museum“ zeigt die Ausstellung auf der Berliner Museumsinsel afrikanische Meisterwerke aus dem zurzeit geschlossenen Ethnologischen Museum, die gemeinsam mit den im Bode-Museum beheimateten, europäischen Skulpturen präsentiert werden.

Die experimentellen Gegenüberstellungen sind über alle drei Etagen des Museums verteilt. Sie stehen im direkten Dialog zueinander und verkörpern die großen Themen der Menschheit: Macht und Tod, Schönheit und Identität, Gerechtigkeit und Erinnerung.

D-LABS hat dazu in Zusammenarbeit mit der SAP SE für die Stiftung Preußischer Kulturbesitz ein digitales Pilotprojekt umgesetzt und damit einen Grundstein für die digitale Transformation einer der größten Kultureinrichtungen weltweit gelegt.

Den Anfang macht die Gestaltung und Entwicklung einer Museums-App, der es gelingt, die Komplexität von Kunstgeschichte und Ethnologie auf das Wesentliche herunterzubrechen und allen Besuchern ansprechend zu vermitteln. Diese kann auf iPhones und Android-Smartphones installiert oder auch vor Ort auf einem Leihgerät genutzt werden.

Die App beleuchtet mit eingängigen Beschreibungen die unterschiedlichen Aspekte der Skulpturen. Dabei bietet sie sowohl kurze Einführungen für Besucher, die nur wenig Zeit investieren können, als auch spannendes multimediales Vertiefungsmaterial für Wissbegierige, wie zum Beispiel die Röntgenaufnahme einer mit Nägeln bestückten afrikanischen Kraftfigur oder ein Blick hinter die Kulissen der Restaurierungswerkstatt.

Darüber hinaus ermöglicht die App die Lokalisierung des Besuchers im Museumsgebäude. Bisher konnten sich die Besucher im großen Gebäudekomplex des Bode-Museums nämlich nur bedingt zurechtfinden. Mit Hilfe der App können sich die Nutzer nun viel besser im Gebäude orientieren.

Das denkmalgeschützte Gebäude stellte unsere Softwareentwickler hierbei immer wieder auf die Probe. Unsere Lösung kombiniert daher mehrere Technologien miteinander: Neben der herkömmlichen Bluetooth-Funktechnologie, setzen wir eine neu entwickelte Schall-Technologie zur Ortung der App-Nutzer ein. Entwickelt wurde sie von unserem Partner SonoBeacon GmbH. Bei der Projektarbeit haben wir die Technologie gemeinsam für ihren ersten produktiven Einsatz optimiert.

Während die weit verbreitete Bluetooth-Technologie eine große Reichweite hat und deswegen gut in großen Sälen eingesetzt werden kann, durchdringt ihr Funksignal leider nahezu ungedämpft die steinernen Wände des Museums. Die Schallübertragung der neuen Technologie wiederum glänzt in ihrer Präzision bei geringerer Reichweite. Eine Kombination beider Technologien führte uns schließlich zum Ziel, denn die Vorteile der einen Technologie gleichen die Nachteile der jeweils anderen aus.
Die Ortungsfunktion ist zunächst nur für Android-Geräte verfügbar. Die weltweit erstmalig eingesetzten SonoBeacons können wir so im Laufe der nächsten Wochen unter realen Bedingungen testen und die gewonnenen Erkenntnisse nutzen, um die Lokalisierung weiter zu verbessern.

Neben der Realisierung der App lag eine besondere Herausforderung für uns darin, die Prozesse innerhalb der Museen zu optimieren und den Beteiligten Hilfestellungen auf dem Weg zur digitalen Transformation zu geben.

Wir danken den Staatlichen Museen zu Berlin, der SAP und SonoBeacon für die produktive und partnerschaftliche Zusammenarbeit. Das Ergebnis ist eine stimmige App geworden, die es dem Besucher ermöglicht, sich voll und ganz auf die herausragenden Kunstwerke einzulassen. Die Ausstellung „Unvergleichlich“ lässt einen in zwei sehr andersartige Welten eintauchen und ist definitiv einen Besuch wert.

Sie sind neugierig geworden? Werfen Sie doch einen Blick auf unsere iOS App oder unsere Android App.

Bildquellen:
Titelbild © Staatliche Museen zu Berlin, Fabian Fröhlich
Christuskind © Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / Antje Voigt
Akuaba © Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum / Claudia Obrocki