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„Schülerfirma geht App“ und D-LABS geht mit
04/12/18 | Johanna Wenta

Nach der letzten erfolgreichen Mitgestaltung des Social-Hack-Days waren wir auch dieses Jahr wieder aktiv vor Ort bei dem Projekt „Schülerfirma geht App“ und unterstützten bei der Entwicklung Deutschlands erster App für die Arbeit in Schülerfirmen.

Allein in Brandenburg gibt es 120 Schülerfirmen. Hier haben Schülerinnen und Schüler im Alter von 12-16 Jahren die Gelegenheit, weitgehend selbstständig, erste praktische Erfahrungen mit den Abläufen eines Wirtschaftsunternehmens zu sammeln und wichtige Schlüsselkompetenzen, wie Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit zu erwerben.

Ziel des Projektes „Schülerfirma geht App“ war es, die Schülerfirmenarbeit mit einer Android-App zu optimieren. Der Social-Hack-Day diente als Plattform, bei der die einzelnen Schülerfirmen mit Unterstützung von Unternehmen ihre Wünsche und Ideen zu umsetzbaren Konzepten transformieren konnten.

Unser Design Thinker Thomas Schubert konnte sich vor Ort bei dem App-Entwicklungs-Team „Bee Holders“ mit seiner umfassenden Methodenkompetenz einbringen. Begleitet und unterstützt wurde er von unserem Schülerpraktikanten Hannes Brodtmann. Dieser konnte sich als Gleichaltriger gut mit den Teilnehmern identifizieren und bereits aktiv einbringen.

Nachdem die Rollen der einzelnen Teilnehmer im Team festgelegt wurden, unterstützte unser Kollege die Schüler innerhalb aller iterativen Prozessschritte:

Zunächst wurden die Nutzergruppen mit ihren Rollen und Bedarfen festgelegt und anschließend geclustert in drei Nutzergruppen. So konnte unter anderem geklärt werden, welche Nutzergruppen einen Log-In Bereich benötigen, um die Hürde zur Produkt-Nutzung so gering wie möglich zu halten. Anschließend wurden die Wünsche des Teams für die einzelnen App-Funktionen gesammelt und auf die wesentlichen Bedarfe reduziert.



Im nächsten Schritt wurden die Funktionen auf technische Machbarkeit geprüft. Auch andere gute App-Lösungen wurden zur Inspiration gesichtet. So wurden Inhalte umstrukturiert, neu priorisiert und schließlich konnte ein nutzerfreundliches Mock-Up entstehen.

Im weiteren Projektverlauf soll eine redaktionelle Aufbereitung der Checklistenpunkte erfolgen, Funktionen sollen vorgegeben und immer wieder an die Anforderungen angepasst werden. Die Fertigstellung der App ist in den nächsten Monaten geplant.

Die Schüler haben in dem von uns angeleiteten Team insbesondere ein nutzerzentriertes Arbeiten kennen gelernt. Auch ist Ihnen bewusst geworden, dass jedes Feature auf einen echten Bedarf hin überprüft werden muss und man daher während der Entwicklung vieles hinterfragen und stetig anpassen muss. Unser Input verhalf den Schülern dazu, ein effektiveres und umsetzbares Produkt zu entwickeln.

Unser Praktikant konnte viel bezüglich der organisatorischen und strukturellen Prozesse in Entwicklungsprojekten mitnehmen. Die Unterstützung bei der Entstehung und Einbindung der Startseite hat ihm den meisten Spaß gemacht.

Für uns war es sehr erfrischend mit jungen und so engagierten Leuten zusammenzuarbeiten und Ihnen unsere Erfahrung bei der Anwendung von Design-Thinking-Methoden weiterzugeben.

Wir freuen uns auf eine App, die den Schülerfirmen eine wirkliche Hilfe sein wird.