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		<title>D-LABS Design and Innovation Blog</title>
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		<description>Exploring Creativity</description>
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			<title>D-LABS Design and Innovation Blog</title>
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		<lastBuildDate>Thu, 12 Aug 2010 09:38:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Interviewpartner in Schubladen - Eine nicht ganz ernst gemeinte Typologie - Teil 3</title>
			<link>http://www.d-labs.com/blog/article/interviewpartner-in-schubladen-eine-nicht-ganz-ernst-gemeinte-typologie-teil-3/</link>
			<description>&quot;Der Unwillige&quot;, &quot;Die Übereifrige&quot;, &quot;Der Kurzangebun- dene&quot;, &quot;Die Schwatzhafte&quot;, &quot;Der Angeber&quot;,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_100610_12_Riesenrad_iw.jpg.jpg" height="441" width="441" alt="" /></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&quot;Der Unwillige&quot;, &quot;Die Übereifrige&quot;, &quot;Der Kurzangebundene&quot;, &quot;Die Schwatzhafte&quot; (siehe <a href="blog/einzelansicht/article/interviewpartner-in-schubladen-eine-nicht-ganz-ernst-gemeinte-typologie-teil-1//5/" title="Opens external link in new window" class="external-link-new-window" >Teil 1</a> dieser Serie), &quot;Der Angeber&quot;, &quot;Die Schüchterne&quot;, &quot;Der Sachverständige&quot;. &quot;Die Ahnungslose&quot; (siehe <a href="blog/einzelansicht/article/interviewpartner-in-schubladen-eine-nicht-ganz-ernst-gemeinte-typologie-teil-2//5/" title="Opens external link in new window" class="external-link-new-window" >Teil 2</a> dieser Serie) sind verschiedene Typen, die Ihnen in einem Interview begegnen können. Der Erfolg des Interviews (und damit vielleicht auch der Erfolg des Projektes) hängt jetzt von Ihnen und Ihrer Fähigkeit ab, sich schnell auf ihr Gegenüber einzustellen. Wie man darin &quot;besser&quot; werden kann, darum soll es sich in diesem Beitrag drehen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<h2>Vor dem Interview</h2>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Überlegen Sie sich vor dem Interview genau, was Ihr Projektziel und Ihre Fragen sind, die Sie in den Interviews beantwortet haben wollen: Wer kann Ihnen diese beantworten? Beschreiben Sie möglichst genau, wer Ihre idealen Interviewpartner sind: Geschlecht, Alter, Position im Unternehmen, Dauer der Unternehmenszugehörigkeit etc. Formulieren Sie daraus einen Vorabfragebogen, einen sogenannten Screener, mit dem Sie selbst/ Ihr Kunde/ Ihr Rekrutierungspartner genau die Interviewpartner finden können, die Sie benötigen.<br /><br />Achten Sie darauf, dass auch für den Interviewpartner von Beginn an die Rahmendaten des Interviews klar sind: Wie lange wird es dauern? Wo soll es stattfinden? Was ist das Thema und was sind ggf. erste Unterthemen? Was muss der Interviewpartner (nicht) vorbereiten? In welcher Form wird das Gespräch aufgezeichnet? Wie sieht es dabei mit dem Datenschutz aus? Indem Sie bereits vor dem Interview ein entsprechendes Informationsblatt versenden und bei Bedarf für Nachfragen auch telefonisch zur Verfügung stehen, stellen Sie sicher, dass es zu keinen unangenehmen Überraschungen kommt - für den Interviewpartner und für Sie.<br /><br />Damit Sie im Interview auch mit unvorhergesehenen (oder weniger gern gesehenen) Typen von Interviewpartnern umgehen können, ist ein sorgfältig ausgearbeiteter Interviewleitfaden Pflicht. Ein Interviewleitfaden sammelt in einer durch Themenblöcke strukturierten Form die Fragen, die Sie im Interview stellen wollen. Denken Sie dabei bereits beim Erarbeiten an die verschiedenen &quot;Schubladen&quot;, die aufgehen könnten und wie Sie in dem Fall mit diesen umgehen wollen. D.h. konkret: Bereiten Sie sich auf den Unwilligen und den Kurzangebundenen vor, indem Sie viele (Detail-) Fragen parat haben. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Materie, um dem Sachverständigen und dem Angeber folgen zu können. Markieren Sie sich die Fragen, für die Sie auch bei der Übereifrigen und der Schwatzhaften die Zeit finden müssen. Formulieren Sie Ihre Fragen im Leitfaden möglichst eindeutig und verständlich, um die Schüchterne und die Ahnungslose nicht unnötig zu verschrecken.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<h2>Im Interview</h2>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Damit Sie den Interviewpartner gegebenenfalls schon vor Ihrer ersten Frage einordnen und dann angemessen auf ihn reagieren können, sollten Sie beim Erstkontakt darauf achten, wie dieser auf Sie zugeht, wie er sich anderen Personen gegenüber verhält etc. Nehmen Sie sich die Zeit für ein wenig Small-Talk bzw. gehen Sie auf entsprechende Gesprächsangebote Ihres Gegenübers ein, während Sie Ihre für das Interview benötigten Materialien auspacken.<br /><br />Erläutern Sie dann, bevor Sie mit dem eigentlichen Interview beginnen, noch einmal detailliert die Rahmenfaktoren: D.h. was Sie im Folgenden wie lange, aus welchem Grund, in welcher Form mit dem Interviewpartner vorhaben und geben Sie ihm die Gelegenheit Fragen zu stellen. Kennzeichnen Sie den Beginn des eigentlichen Interviews durch einen überleitenden Satz bzw. das Starten der Audioaufnahme.<br /><br />Beginnen Sie das Gespräch mit &quot;leichten&quot; Einstiegsfragen, z.B. nach der Position des Gegenübers und den damit verbundenen Hauptaufgaben. Diese Fragen sollten Sie bereits im Kopf haben, um den Blickkontakt halten zu können. Es empfiehlt sich, einen Interviewleitfaden auch über verschiedene Projekte hinweg gleich oder ähnlich anzufangen. Dadurch können Sie zu Beginn jedes Interviews mit etwas Vertrautem starten.<br /><br />Denken Sie während des Gespräches immer daran, dass es Ihr Ziel ist, eine möglichst angenehme Gesprächsatmosphäre zu schaffen und eine Vertrauensbasis aufzubauen, damit Sie - letztendlich - etwas von Ihrem Interviewpartner lernen können. Sollten Sie dennoch durch eine unangenehme Frage (z.B. &quot;Warum wollen Sie das wissen?&quot;) aus dem Konzept gebracht werden, so atmen Sie einmal tief durch und antworten Sie konkret aber nicht zu umfangreich. Wenn der Interviewte eine Frage nicht beantworten möchte (oder kann), dann machen Sie mit der nächsten Frage weiter. Auch wenn Sie sich über den Interviewpartner ärgern sollten, so lassen Sie ihn das nicht spüren: Bleiben Sie professionell und lächeln Sie.<br /><br />Beenden Sie jedes Interview - egal wie viel (oder wenig) Sie darin lernen konnten - immer damit, dass Sie Ihrem Gesprächspartner Ihren Dank aussprechen: für seine Zeit, sein Vertrauen und die wertvollen Informationen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<h2>Nach dem Interview</h2>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Nach dem Interview ist vor dem Interview: Gehen Sie das Interview noch einmal durch. D.h. überprüfen Sie vor dem nächsten Interview, ob Ihr Vorgehen im letzten Interview geeignet war und passen Sie bei Bedarf den Interviewleitfaden noch einmal an (z.B. indem Sie Fragen hinzufügen oder herausnehmen, die Reihenfolge verändern etc.).<br /><br />Nehmen Sie sich die Zeit in Ihre eigenen Interviews &quot;hinein zu hören&quot;, indem Sie sich - sofern vorhanden - das Audio anhören. Nur so können Sie aus Ihren Erfahrungen lernen.<br /><br />Wenn Sie die Interviews zu zweit durchführen, dann fragen Sie Ihren Kollegen nach seiner Einschätzung und was Sie gegebenenfalls noch verbessern können. Nehmen Sie sich für Ihr nächstes Interview ausgewählte Kritikpunkte vor und überprüfen Sie danach, ob Sie sich verbessert haben.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<h2>Zusammenfassung</h2>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">In den inzwischen drei Blog-Beiträgen zum Thema &quot;Interviewpartner in Schubladen&quot; wurden verschiedene Typen von Interviewpartnern und wie man mit ihnen umgeht vorgestellt.<br />Dabei soll auch abschließend noch einmal darauf hingewiesen werden, dass &quot;Schubladen&quot; mit Vorsicht zu genießen sind und nur &quot;bewusst&quot; angewendet werden sollten. Außerdem sollten Sie im Hinterkopf behalten, dass sich jeder Gesprächspartner vielleicht nur in dieser bestimmten Situation &quot;seiner&quot; Schublade zuordnen lässt und sich sonst, in einem anderen Rahmen vielleicht auch ganz anders verhält. Selbst während des Interviews kann es vorkommen, dass Ihr Interviewpartner auf einmal &quot;die Schublade wechselt&quot;. Seien Sie also auf alles vorbereitet!<br />Bei all diesen Hinweisen und Best Practices ist eines immer wichtig: Bleiben Sie im Interview immer Sie selbst und übertreiben Sie nicht, denn sonst fühlt sich Ihr Gegenüber &quot;verschaukelt&quot;.</p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_100610_13_Schaukel_iw.jpg.jpg" height="400" width="441" alt="" /></p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 09:38:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Interviewpartner in Schubladen - Eine nicht ganz ernst gemeinte Typologie - Teil 2</title>
			<link>http://www.d-labs.com/blog/article/interviewpartner-in-schubladen-eine-nicht-ganz-ernst-gemeinte-typologie-teil-2/</link>
			<description>Nachdem im vorherigen Beitrag die Typen &quot;Der Unwillige&quot;, &quot;Die Übereifrige&quot;, &quot;Der Kurzangebundene&quot;...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><div></p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_100610_07_uebersicht_2_iw.jpg.jpg" height="184" width="441" alt="" /></p>
<p class="bodytext">Nachdem im <a href="blog/einzelansicht/article/interviewpartner-in-schubladen-eine-nicht-ganz-ernst-gemeinte-typologie-teil-1//5/" title="Opens external link in new window" target="_top" class="external-link-new-window" >vorherigen Beitrag</a>&nbsp;die Typen &quot;Der Unwillige&quot;, &quot;Die Übereifrige&quot;, &quot;Der Kurzangebundene&quot; und &quot;Die Schwatzhafte&quot; vorgestellt wurden, sind heute &quot;Der Angeber&quot;, &quot;Die Schüchterne&quot;, &quot;Der Sachverständige&quot; und &quot;Die Ahnungslose&quot; dran. Es sei an dieser Stelle noch einmal daran erinnert, dass es sich dabei um die plakative Darstellung einzelner Typen handelt, die weder vollständig noch psychologisch fundiert sind.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<h2>&quot;Der Angeber&quot;</h2>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_100610_08_der_angeber_iw.jpg.jpg" height="300" width="441" alt="" /></p><blockquote style="margin-bottom:0;margin-top:0;"><p class="bodytext">&quot;Ich nehme nicht an, dass Sie über... Bescheid wissen?&quot;</p></blockquote><p class="bodytext">Der Angeber denkt, dass er allein sich in seinem Themengebiet auskennt. - Alle anderen sind per se unwissend, aber er ist unter Umständen bereit Ihnen einige grundlegende Dinge zu erklären.</p>
<p class="bodytext">Wie erkennt man ihn?</p>
<p class="bodytext">Auf seinem Tisch stapelt sich die Arbeit (&quot;Das Genie beherrscht das Chaos.&quot;) und sein Blackberry (oder neuerdings sein iPhone) bleibt auch während des Interviews in seiner Nähe. Gern schreibt er zwischendurch auch mal eine E-Mail, während er Ihnen gleichzeitig zuhört. Es soll schon Fälle gegeben haben, wo er gleich noch einige Untergebene mit zum Interview geladen hat, die aber letztendlich nicht viel zu sagen hatten.</p>
<p class="bodytext">Wie geht man mit ihm um?</p>
<p class="bodytext">Im Umgang mit dem Angeber gibt es zwei grundsätzlich verschiedene Strategien, die beide ihre Vor- und Nachteile haben:&nbsp;</p><ul><li>Entweder man macht &quot;gute Miene zum bösen Spiel&quot;, stellt sich dümmer als man bezogen auf die Fragestellung vielleicht ist und lässt sich alles von ihm erklären</li><li>Oder man zeigt ihm deutlich, dass man auf dem Themengebiet durchaus bewandert ist.</li></ul><p class="bodytext">Ersteres hat den Vorteil, dass man so auf jeden Fall viel über das Thema lernen kann. - Immer vorausgesetzt, der Interviewpartner weiß tatsächlich auch so viel darüber, wie er sagt. Gleichzeitig kann es aber auch passieren, dass man als Interviewer nicht ganz ernst genommen wird. Zweiteres ist sicher befriedigender, kann aber auch zu einer endlosen fachlichen Debatte über nicht relevante Themen führen, wenn beide Seiten mit der Menge ihres Wissens glänzen wollen. Der Anteil an neu hinzugewonnenen Informationen ist nach dem Interview dann gegebenenfalls nicht so hoch wie gewünscht.</p>
<p class="bodytext">Am besten erscheint daher eine entsprechende Mischung beider Strategien: &quot;Die Grundlagen kenne ich, aber vielleicht können Sie mir noch einmal erklären, wie das konkret bei Ihnen in der Firma gehandhabt wird.&quot; Weg von Allgemeinplätzen und hin zu konkreten Beispielen ist bei Vertretern dieser Schublade ohnehin eine angebrachte Taktik, denn dann kommt man vom Dozieren wieder mehr Richtung eines intensiven Gespräches.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<h2>&quot;Die Schüchterne&quot;</h2>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_100610_09_die_schuechterne_iw.jpg.jpg" height="300" width="441" alt="" /></p><blockquote style="margin-bottom:0;margin-top:0;"><p class="bodytext">&quot;Ich weiß wirklich nicht, ob ich da die richtige Ansprechpartnerin für Sie bin…&quot;</p></blockquote><p class="bodytext">Die Schüchterne nimmt von Vornherein erst einmal an, dass sie aus Versehen angesprochen wurde. Niemand kann schließlich ernsthaft der Meinung sein, dass sie etwas Nennenswertes zu diesem Thema beizutragen hat, denkt sie. Der Interviewer, d.h. Sie, werden am Ende ganz sicher enttäuscht von ihr sein.</p>
<p class="bodytext">Wie erkennt man sie?</p>
<p class="bodytext">Die Schüchterne wirkt insgesamt unsicher und wartet darauf, dass Sie die Führung übernehmen. Sie antwortet langsam und überlegt, beendet ihre Aussagen mit einem Fragezeichen und sagt oft &quot;ich glaube&quot;, &quot;ich bin mir da nicht sicher&quot;, &quot;vielleicht&quot;. Gern schlägt sie auch andere Personen vor, die Sie zusätzlich oder - noch besser - an ihrer statt interviewen könnten.</p>
<p class="bodytext">Wie geht man mit ihr um?</p>
<p class="bodytext">Hier geht es in erster Linie darum, Vertrauen aufzubauen und der Schüchternen zu vermitteln, dass Sie bei ihr goldrichtig sind. Am besten erläutern Sie zu Beginn noch einmal, warum ihr Gegenüber als Gesprächspartnerin ausgewählt wurde und warum Sie sich sicher sind, dass sie viel beizutragen hat.</p>
<p class="bodytext">Versuchen Sie bei Ihren Fragen möglichst auf konkrete Beispiele Bezug zu nehmen, anhand derer die Schüchterne Ihnen einen Sachverhalt erläutern soll: &quot;Wie sind Sie bei der Buchung Ihrer Reise nach München am Montag vorgegangen?&quot; Sollten die einzelnen Schritte schwer zu erinnern sein, dann lassen Sie sich das Vorgehen nach Möglichkeit am Rechner zeigen.</p>
<p class="bodytext">Versuchen Sie die Schüchterne dabei möglichst wenig unter Druck zu setzen. Lächeln, aufmunternde Äußerungen und eine entsprechende Mimik und Gestik helfen, eine möglichst angenehme Gesprächsatmosphäre zu schaffen. Seien Sie dabei jedoch vorsichtig, denn die Schüchterne will es Ihnen recht machen: D.h. hören Sie ihr aufmerksam zu und stellen Sie Ihre Fragen ohne Antworten zu implizieren oder in irgendeiner Art anzudeuten, was Sie gern hören möchten.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<h2>&quot;Der Sachverständige&quot;</h2>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_100610_10_der_sachverstaendige_iw.jpg.jpg" height="300" width="441" alt="" /></p><blockquote style="margin-bottom:0;margin-top:0;"><p class="bodytext">&quot;Moment, ich zeig Ihnen das mal kurz...&quot;</p></blockquote><p class="bodytext">Der Sachverständige ist ein - allseits anerkannter - Experte auf seinem Gebiet, dabei aber gleichzeitig zurückhaltend und unaufdringlich.</p>
<p class="bodytext">Wie erkennt man ihn?</p>
<p class="bodytext">Hat man mehrere Interviews in einem Unternehmen, dann hat man seinen Namen vorher schon mehrmals in anderen Interviews gehört. Er ist für viele seiner Kollegen die Anlaufstelle bei Fragen; er ist konzentriert, kompetent, sehr korrekt, ruhig und präzise. Er kann sich in andere Personen/ Kollegen/ Mitarbeiter hineinversetzen und bspw. deren Probleme bei einer bestimmten Tätigkeit/ Anwendung etc. verstehen, spricht aber kaum über seine eigenen Gefühle und Probleme bei der Arbeit.</p>
<p class="bodytext">Wie geht man mit ihm um?</p>
<p class="bodytext">Je nachdem, ob Gefühle und persönliche Bewertungen für das Projekt wichtig sind, muss man den Sachverständigen gegebenenfalls erst einmal etwas aus der Reserve locken. Dabei kann es helfen, wenn man ihn zum Nachdenken über seine Gefühle bezogen auf bestimmte Aspekte anregt. Hat er z.B. eine Reihe von Problemen - ohne eine weitere Gewichtung - genannt, kann man fragen, welches davon ihn am meisten stört, über welches er sich am meisten ärgert.</p>
<p class="bodytext">Dabei sollte man aber gleichzeitig bei der Verwendung von emotional besetzten Begriffen vorsichtig sein, da er diese - korrekt wie er ist - dann gegebenenfalls nicht übernehmen will: &quot;Also ‚ärgern' würde ich da nicht gerade sagen…&quot; Eine andere Strategie kann es daher auch sein zu fragen, was den meisten Aufwand oder die meiste Zeit kostet, wozu es die meisten Fragen von Kollegen gibt etc., denn das sind wieder messbare Faktoren, mit denen der Sachverständige etwas anfangen kann.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<h2>&quot;Die Ahnungslose&quot;</h2>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_100610_11_die_ahnungslose_iw.jpg.jpg" height="300" width="441" alt="" /></p><blockquote style="margin-bottom:0;margin-top:0;"><p class="bodytext">&quot;Was genau soll ich jetzt tun?&quot;</p></blockquote><p class="bodytext">Die einfachsten Fragen können immer noch missverständlich sein, das zeigt uns dieser Typus deutlich. Dabei sollte man in einem solchen Moment nicht dem Trugschluss unterliegen, dass das nun zwangsläufig an Ihrem Gegenüber liegt: Fehler in der Rekrutierung (z.B. falsche Ansprechpartnerin) oder bei der Vorbereitung des Interviews (z.B. unzureichende Information über den Inhalt des Interviews etc.) sind weit verbreitete Auslöser für eine solche Ahnungslose.</p>
<p class="bodytext">Wie erkennt man sie?</p>
<p class="bodytext">Die mit &quot;Die Ahnungslose&quot; überschriebene Gesprächspartnerin ist aufgeschlossen und bemüht, aber entweder wirklich die falsche Ansprechpartnerin für das gewünschte Thema oder sie missversteht die Fragestellung und gibt deshalb &quot;falsche&quot; oder irreführende Antworten ohne es zu bemerken.</p>
<p class="bodytext">Wie geht man mit ihr um?</p>
<p class="bodytext">Erster Leitsatz ist es, Fragen so zu stellen, dass sie möglichst eindeutig sind und sie bereits bei der Erstellung des Interviewleitfadens entsprechend zu formulieren. Wird eine Frage nicht richtig verstanden, dann kann sie näher erläutert oder auf eine andere Art und Weise gestellt werden. Zudem sollten Sie zu Beginn jedes Interviews - egal welcher Typus Ihnen gegenüber sitzt - das Ziel des Gespräches erklären. Darauf kann dann während des Gespräches bei Bedarf auch noch einmal Bezug genommen werden.</p>
<p class="bodytext">Sollte es sich bei Ihrem Gegenüber jedoch wirklich um die falsche Ansprechpartnerin handeln, dann versuchen Sie herauszufinden, wer die Richtige ist und wie Sie diese erreichen können. Bedanken Sie sich für die Zeit, die sie Ihnen zur Verfügung gestellt hat und entschuldigen Sie sich für die Unannehmlichkeiten. Ist die Gesprächspartnerin eigentlich die Richtige, aber alle Fragen werden falsch verstanden, dann sollten die Ergebnisse aus dem Interview mit einer &quot;Ahnungslosen&quot; entweder gesondert betrachtet oder ausgeklammert werden.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<h2>Zusammenfassung</h2>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Wie aufmerksame Leser sicher festgestellt haben, sind die vorgestellten Typen bereits als Gegensatzpaare angeordnet:</p><ul><li>&quot;Der Unwillige&quot; und &quot;die Übereifrige&quot; unterscheiden sich im Ausmaß der Motivation, die sie zum Gespräch mitbringen;</li><li>&quot;Der Kurzangebundene&quot; und &quot;die Schwatzhafte&quot; sind durch die Menge der gesprochenen Worte klar voneinander zu differenzieren;</li><li>&quot;Der Angeber&quot; und &quot;die Schüchterne&quot; trennt dagegen die Selbst(un)sicherheit;</li><li>&quot;Der Sachverständige&quot; und &quot;die Ahnungslose&quot; zeigen beide Enden in der Dimension &quot;Kompetenz bei der befragten Thematik&quot;.</li></ul><p class="bodytext">Sie stellen damit die Extreme auf verschiedenen Achsen dar, die sich in der Mitte beim &quot;idealen Interviewpartner&quot; treffen könnten - wenn es diesen denn gäbe.</p>
<p class="bodytext">Letztendlich ist es Aufgabe des Interviewers aus jedem Gespräch das Beste &quot;herauszuholen&quot;: Indem er…</p><ul><li>… motiviert oder Motivation in die richtigen Bahnen lenkt;</li><li>… nachhakt oder dirigiert;</li><li>… konkretisiert oder an die Hand nimmt;</li><li>… Informationen aufnimmt,&nbsp;nach weiteren Ansprechpartnern fragt.</li></ul><p class="bodytext">Was man dabei in jedem Interview - egal welcher Schublade der&nbsp;Interviewpartner vielleicht angehört - berücksichtigen sollte, das ist Thema des nächsten Beitrages.</div></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 11:10:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Interviewpartner in Schubladen - eine nicht ganz ernst gemeinte Typologie - Teil 1</title>
			<link>http://www.d-labs.com/blog/article/interviewpartner-in-schubladen-eine-nicht-ganz-ernst-gemeinte-typologie-teil-1/</link>
			<description>Stellen Sie sich vor, Sie kommen zu einer Ihnen unbekannten Person, mit der Sie - und das ist für...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><div></p>
<p class="bodytext"><img height="184" width="441" src="uploads/RTEmagicC_100610_01_uebersicht_1_iw.jpg.jpg" alt="" /></p>
<p class="bodytext">Stellen Sie sich vor, Sie kommen zu einer Ihnen unbekannten Person, mit der Sie - und das ist für Sie und Ihr Projekt sehr wichtig - ein intensives (mindestens einstündiges) Gespräch führen wollen. Und diese Person sagt als erstes:</p><blockquote style="margin-bottom:0;margin-top:0;"><p class="bodytext">&quot;Hatten wir heute einen Termin? Das hab ich wohl vergessen... Na, dann setzen wir uns mal schnell rüber. Dauert doch nicht lange, oder?&quot;</p></blockquote><p class="bodytext">Natürlich wird nicht jedes Interview mit einer solchen Schrecksekunde eröffnet, aber jedes beginnt auf seine eigene Art und Weise, denn jeder Interviewpartner ist individuell. Sich in jedem Interview schnellstmöglich - quasi innerhalb der ersten zehn Sekunden - auf sein Gegenüber einzustellen, das ist dabei die Herausforderung!</p>
<p class="bodytext">Um diese Herausforderung zu meistern, sollte man möglichst viele Interviews (zu verschiedenen Themen und mit unterschiedlichen Interviewpartnern) führen, denn mit der Zeit - und der wachsenden Erfahrung - erkennt man bestimmte &quot;Typen&quot; von Gesprächspartnern und entwickelt Strategien für den Umgang mit ihnen. Um diese &quot;Typen&quot; von Interviewpartnern soll es in diesem Blog-Beitrag gehen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<h1>Hinweise zum Gebrauch dieses Artikels</h1>
<p class="bodytext">In diesem Artikel geht es weder um Vollständigkeit noch um psychologische Fundierung, vielmehr werden Erfahrungswerte aus mehreren Jahren voller Interviews zu den verschiedensten Fragestellungen zusammengefasst. Dabei entstehen relativ plakativ beschriebene &quot;Typen&quot;, die Interviewpartner werden quasi &quot;in Schubladen&quot; gesteckt.</p>
<p class="bodytext">Natürlich muss man mit einem solchen Vorgehen vorsichtig sein: Es gibt Menschen, die sich nicht zuordnen lassen, es gibt &quot;Mischformen&quot; und eine Schublade mag manchmal &quot;falsch&quot; sein. &quot;Schubladendenken&quot; kann dem Interviewer auch die für das Gespräch notwendige Objektivität rauben, wenn er dabei zu absolut denkt und den Interviewpartner nicht mehr aus seiner Schublade &quot;heraus lässt&quot;.</p>
<p class="bodytext">Gleichzeitig kann aber eine gewisse Kategorisierung den Umgang mit dem Gesprächspartner erleichtern. Sie hilft passende &quot;Best Practices&quot; zu identifizieren, anzuwenden und einen Weg zu finden, um z.B. auch in dem eingangs genannten Beispiel noch ein &quot;gutes&quot; Interview zu führen. Man sollte sich jedoch immer bewusst sein, wann man seinen Interviewpartner in eine Schublade steckt.</p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_100610_02_alle_schubladen_iw_01.jpg.jpg" width="441" height="280" alt="" /></div></p>
<p class="bodytext"><div><h1></h1></p>
<p class="bodytext"><h2>&quot;Der Unwillige&quot;</h2></div></p>
<p class="bodytext"><div><img height="300" width="441" src="uploads/RTEmagicC_100610_03_der_unwillige_iw.jpg.jpg" alt="" /></p><blockquote style="margin-bottom:0;margin-top:0;"><p class="bodytext">&quot;Warum wollen Sie das jetzt wissen?&quot;</p></blockquote><p class="bodytext">Der Unwillige will eigentlich gar nicht am Interview teilnehmen. Zwar hätte er viel zur Thematik zu sagen, doch er ist von dem Projekt und seinem Ziel nicht überzeugt.</p>
<p class="bodytext">Wie erkennt man ihn?</p>
<p class="bodytext">Sie erkennen den Unwilligen gleich zu Beginn an seinem eher unkooperativen Verhalten. Geht es bspw. darum, das Interview am Arbeitsplatz durchzuführen, hat er mit Sicherheit etwas dagegen. Weitere Indizien im Gespräch reichen von einer abwehrenden Körperhaltung (z.B. verschränkte Arme, wenig Blickkontakt etc.), über &quot;Herumgezappel&quot; bis hin zu Aussagen gegenüber Kollegen, dass der Termin nur zehn Minuten dauert. Gern verdeutlicht er seinen Unwillen noch durch Rumspielen am Handy, Klicken am Rechner oder Spielen mit der Büroklammer.</p>
<p class="bodytext">Wie geht man mit ihm um?</p>
<p class="bodytext">Das Wichtigste im Umgang mit dem Unwilligen ist es, sich Zeit zu lassen! Natürlich gerät man durch das Verhalten seines Gegenübers unter Druck. Am besten ist es deshalb tief durchzuatmen, ruhig und bedacht auf die Äußerungen des Gesprächspartners zu reagieren. Es kann durchaus sein, dass der Unwillige, nachdem Sie eine Frage gestellt haben, erst einmal nichts sagt. Lassen Sie sich davon nicht nervös machen. Sie haben Zeit und können die Stille aushalten. Ihr Gegenüber wird die Frage schon noch beantworten oder nachfragen, wenn er sie nicht verstanden hat.</p>
<p class="bodytext">Versuchen Sie außerdem im Gespräch herauszufinden, warum Ihr Gesprächspartner Vorbehalte gegenüber dem Projekt hat: Vielleicht war er an der Entwicklung der Software, die Sie gerade überarbeiten wollen, maßgeblich beteiligt? Seine Ablehnung wird so für Sie viel leichter nachvollziehbar und Sie können entsprechend darauf reagieren. Z.B. indem Sie seine Vorbehalte zerstreuen und nach den Stärken &quot;seiner&quot; Software fragen: &quot;Es geht nicht darum, diese Software einfach auszutauschen, sondern von ihr zu lernen.&quot;</p>
<p class="bodytext">Gegebenenfalls kann es sinnvoll sein &quot;kritische Fragen&quot;, d.h. Fragen bei denen man eine negative Reaktion des Gesprächspartners erwartet, erst am Ende oder gar nicht zu stell</p>
<h1>&nbsp;</h1>
<p class="bodytext"><h2>&quot;Die Übereifrige&quot;</h2></div></p>
<p class="bodytext"><div><img height="300" width="441" src="uploads/RTEmagicC_100610_04_die_uebereifrige_iw.jpg.jpg" alt="" /></p><blockquote style="margin-bottom:0;margin-top:0;"><p class="bodytext">&quot;Ich hab da schon mal was vorbereitet.&quot;</p></blockquote><p class="bodytext">Die Übereifrige ist mehr als nur gut vorbereitet: Sie versucht Ihnen das Gespräch aus der Hand zu nehmen. Ein anderer, sehr passender Ausspruch könnte daher auch lauten &quot;Womit Sie sich unbedingt beschäftigen müssen…&quot;</p>
<p class="bodytext">Wie erkennt man sie?</p>
<p class="bodytext">Die Übereifrige freut sich schon lange auf Ihren Interviewtermin, hat bereits den Besprechungsraum für die nächsten drei Stunden reserviert (&quot;Da haben wir es doch ruhiger als bei mir am Platz.&quot;) und gegebenenfalls auch gleich noch ein oder zwei nicht minder interessierte Kollegen eingeladen. Sie weiß genau, worum es in dem Gespräch geht, hat sich inhaltlich vorbereitet und bereits erste Listen mit ihren Antworten erstellt. Wenn Sie ihr die Fragen vorher gegeben hätten, hätte Sie sich noch viel besser vorbereiten können.</p>
<p class="bodytext">Wie geht man mit ihr um?</p>
<p class="bodytext">Lassen Sie die Übereifrige ruhig erst einmal ein paar Minuten erzählen. - Das&nbsp;gibt Ihnen die Chance, sie besser kennenzulernen und Ihren ersten Eindruck zu vertiefen. Schließlich können Ihnen die eventuell vorbereiteten Inhalte durchaus von Nutzen sein. Leiten Sie dann bei passender Gelegenheit sanft, aber bestimmt zu den eigentlichen Themen des Interviews über.</p>
<p class="bodytext">Längere Pausen, um Ihrer Gesprächspartnerin Freiraum zum Reden zu geben, sind bei der Übereifrigen nicht nötig und können sich sogar störend auswirken, da diese dann die Gelegenheit ergreift weitere eigene Themen anzubringen. Bei größeren Abweichungen vom eigentlichen Gesprächsthema empfiehlt es sich daher möglichst konkrete Fragen zu stellen.</p>
<p class="bodytext">Auch eine überraschende Fragenformulierung - abseits von den Fragen, die die Übereifrige erwartet hat - kann sinnvoll sein: Fragen Sie, warum Ihr die vorbereiteten Sachen wichtig sind oder was ihre Kollegen auf Ihre Fragen antworten würden.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><h2>&quot;Der Kurzangebundene&quot;</h2></div></p>
<p class="bodytext"><div><img height="300" width="441" src="uploads/RTEmagicC_100610_05_der_kurzangebundene_iw.jpg.jpg" alt="" /></p><blockquote style="margin-bottom:0;margin-top:0;"><p class="bodytext">&quot;Wie ich eben schon sagte…&quot;</p></blockquote><p class="bodytext">Der Kurzangebundene ist dem ganzen Interview gegenüber weder besonders positiv noch negativ eingestellt: Er versucht einfach nur mit möglichst wenig Input (und Zeitaufwand) wieder heil aus der Sache herauszukommen.&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Wie erkennt man ihn?</p>
<p class="bodytext">Er antwortet schnell, ohne lange nachzudenken, ohne sich die Mühe einer ausführlichen und durchdachten Antwort zu machen. Er gibt ausweichende Antworten, wiederholt gleiche Wortgruppen oder gar ganze Sätze. Insgesamt antwortet er eher kurz und knapp. Wenn Sie ihn um detailliertere Erläuterungen bitten oder nachfragen, reagiert der Kurzangebundene schnell genervt.</p>
<p class="bodytext">Wie geht man mit ihm um?</p>
<p class="bodytext">Zeigen Sie Verständnis dafür, dass Ihr Gegenüber auch viele andere Dinge zu tun und vielleicht gerade nicht allzu viel Zeit hat. Heben Sie die Bedeutung seiner Mitwirkung hervor und betonen Sie einzelne, durch das Gespräch mit ihm neu gewonnene Informationen: &quot;Das ist gut, dass Sie das erwähnen…&quot; oder &quot;Das hilft mir jetzt weiter.&quot;</p>
<p class="bodytext">Halten Sie sich beim Kurzangebundenen ansonsten ruhig an Ihrem Leitfaden &quot;fest&quot; und stellen Sie detaillierte Fragen: Je konkreter, desto besser. Die Devise lautet &quot;dran bleiben&quot;. Fallen Ihnen bei diesem etwas mühsamen und kleinteiligen Vorgehen Widersprüche und Ungereimtheiten in den Aussagen des Interviewpartners auf, so sollten Sie diese am Ende konkret nachfragen. - Jede Frage könnte entscheidend in dem Vorhaben sein dem Interviewpartner wichtige Informationen für Ihr Projekt zu entlocken.</p>
<p class="bodytext">Sollte ein Interview deutlich früher fertig sein, dann ist das auch kein Beinbruch, solange Sie alle Antworten bekommen haben, die Sie haben wollten.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><h2>&quot;Die Schwatzhafte&quot;</h2></div></p>
<p class="bodytext"><div><img height="300" width="441" src="uploads/RTEmagicC_100610_06_die_schwatzhafte_iw.jpg.jpg" alt="" /></p><blockquote style="margin-bottom:0;margin-top:0;"><p class="bodytext">&quot;Ja, früher, in der anderen Firma - also nicht die, von der ich eben erzählte, sondern die davor, da war das ja so….&quot;</p></blockquote><p class="bodytext">Im Gegensatz zur Übereifrigen hat sich die Schwatzhafte nicht auf den Interviewtermin vorbereitet, nimmt ihn aber trotzdem als willkommene Gelegenheit für ein ausführliches Pläuschchen. - Sicher ist: Für dieses Interview stehen die Chancen gut, dass Sie Kaffee und Kekse angeboten bekommen.</p>
<p class="bodytext">Wie erkennt man sie?</p>
<p class="bodytext">Die Schwatzhafte ist ein Meister darin, aus einer vermeintlich noch so kurzen Aussage eine lange Geschichte zu machen. Sie erzählt nicht nur viel, sondern auch ohne Punkt und Komma, was ein Eingreifen Ihrerseits erschwert. Sie schweift schnell ab - und das in Themengebiete, die keinerlei Relevanz zum eigentlichen Inhalt des Gespräches haben.&nbsp;Die Schwatzhafte ist Ihnen gegenüber sehr aufgeschlossen und geradezu begeistert von Ihrem Besuch.</p>
<p class="bodytext">Wie geht man mit ihr um?</p>
<p class="bodytext">Versuchen Sie die Schwatzhafte zu bremsen: Stellen Sie möglichst konkrete Fragen, die keine allzu ausführlichen Erläuterungen zulassen. Dirigieren Sie den Redeschwall, indem Sie kurze Nachfragen oder Rückfragen dazwischen werfen.&nbsp;Wird die Zeit gar zu knapp, dann verweisen Sie auf die (nur) noch zur Verfügung stehende Zeit. Erläutern Sie, dass Sie gern ausführlich mit Ihrer Gesprächspartnerin reden möchten, da das Erzählte sehr interessant sei, Sie aber gleichzeitig auch all die anderen wichtigen Fragen stellen wollen, weshalb man sich jetzt etwas beeilen müsse.</p>
<p class="bodytext">Bei der Schwatzhaften ist es ungemein wichtig das Ziel des Interviews nicht aus den Augen zu verlieren: Bleiben Sie trotz der Menge an Aussagen kritisch und hinterfragen Sie auch in Nebensätzen dahingeworfene Äußerungen. Je tiefgreifender die Fragen werden, umso eher wird Ihr Gegenüber über die Antworten nachdenken müssen. - So kann am Ende doch noch ein intensives Gespräch über bisher noch nicht berücksichtigte Aspekte entstehen.</div></p>
<p class="bodytext"><div></p>
<h1>Kurze Pause</h1>
<p class="bodytext">Damit an dieser Stelle nicht der Eindruck entsteht, dass ich selbst (auch) schwatzhaft wäre, legen wir eine kurze Pause ein. Die noch fehlenden &quot;Typen&quot; - &quot;Der Angeber&quot;, &quot;Die Schüchterne&quot;, &quot;Der Sachverständige&quot; und &quot;Die Ahnungslose&quot; - folgen im nächsten Beitrag.</div></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>User Research</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 15:25:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Das ist, was ich meine: Drei Beispiele für neue Interfaces und User Experience auf dem iPad.</title>
			<link>http://www.d-labs.com/blog/article/das-ist-was-ich-meine-drei-beispiele-fuer-neue-interfaces-und-user-experience-auf-dem-ipad/</link>
			<description>Vor einigen Wochen habe ich in dem Artikel &quot;Herbe Kritik und Begeisterungsstürme zum iPad...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_angela-kreitenweis-ipad3_1_01.png.png" height="320" width="441" alt="" /></p>
<p class="bodytext">Vor einigen Wochen habe ich in dem Artikel <a href="blog/einzelansicht/article/touch-ist-nicht-klick-warum-das-ipad-die-konventionen-im-web-veraendern-wird//5/" title="BegeisterungsstÃ¼rme" target="_blank" >&quot;Herbe Kritik und Begeisterungsstürme zum iPad...&quot;</a> über die neuen Möglichkeiten geschrieben, die sich mit dem iPad eröffnen. Aus der Flut der angekündigten oder veröffentlichten Apps möchte ich drei vorstellen, die sehr schön abbilden, was ich damit meine. Alle drei sind Spiele, auf diesem Bereich gibt es derzeit fast täglich neue Konzepte und Ideen zum Thema Interaktion zu bestaunen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">1) Squiggle - ein virtuelles Saiteninstrument</p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_angela-kreitenweis-ipad3_2_01.png.png" height="256" width="441" alt="" /></p>
<p class="bodytext">Interessantes Video zu Squiggle unter:&nbsp;<a href="http://vimeo.com/11349475" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >http://vimeo.com/11349475</a></p>
<p class="bodytext">Mit Squiggle kann man sich sein eigenes virtuelles Instrument erschaffen, man bespannt sich seine Bedienoberfläche mit Saiten und kann diese dann anschlagen und den Ton verändern. Besonders bemerkenswert ist, wie grundlegende Funktionen umgesetzt und klar definiert sind, also a) Instrument anlegen (Saiten spannen) b) spielen und c) neues Instrument anlegen/von vorne. <br />Es sind Gesten -&nbsp; sehr schön gelöst!</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">2) Labyrinth 2 HD - die virtuelle Kugelbahn</p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_angela-kreitenweis-ipad3_3_01.png.png" height="332" width="441" alt="" /></p>
<p class="bodytext"><a href="http://labyrinth.codify.se/" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >http://labyrinth.codify.se/</a><br /><a href="http://www.apple.com/de/ipad/apps-for-ipad/#labyrinth" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >http://www.apple.com/de/ipad/apps-for-ipad/#labyrinth</a></p>
<p class="bodytext">Das beliebte Labyrinth-Brettspiel ist hier auf das iPad übertragen. Im Video ist schon recht gut zu sehen, wie Gesten, hier die Bewegung des ganzen iPad, und Sound ein sehr realistisches Nutzungserlebnis erzeugen. Aus vergangenen Usability-Tests weiß ich, wie stark unser Auge und unsere Ohren alle Sinneseindrücke beeinflußen. Bei guten Anwendungen meinen Nutzer förmlich Gegenstände zu &quot;spüren&quot; - obwohl tatsächlich kein haptisches Feedback existiert. Ich wette, hier erleben die Nutzer einen ähnlichen Effekt.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">3) Pad Racer , ein Autorennen auf zwei iPads</p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_angela-kreitenweis-ipad3_4.png.png" height="182" width="441" alt="" /></p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=6WEjV1mYHlE&amp;feature=player_embedded" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >http://www.youtube.com/watch?v=6WEjV1mYHlE</a><br /><br />&quot;Entwerft Anwendungen, die man gemeinsam nutzen kann&quot; - so der Aufruf aus dem letzten Artikel. Zusammen spielen ist nun schon in einigen Apps zu sehen - so auch in der zuletzt genannten App. Nochmal anders interpretiert ist das im Pad Racer, einer virtuellen Autorennbahn. Da werden einfach zwei iPads nebeneinander gelegt und ergeben eine gemeinsame, größere Rennbahn. Gesteuert wird mit dem iPhone.</p>
<p class="bodytext">Das alles sind spielerische, nicht todernst gemeinte Anwendungen, die man natürlich nicht 1:1 beispielsweise in ein Businessumfeld übertragen kann. Oft aber bereiten genau solche &quot;Experimente&quot; neuen Konventionen den Weg. <br />Spiele dürfen nun mal viel mehr, als eine Business-Anwendung (sie dürfen sogar scheitern). Und die Nutzer gehen sehr frei und ohne Scheu an solche Interfaces heran, probieren aus, lernen schnell und wenden vorhandene Möglichkeiten sehr kreativ auf ihre Bedürfnisse an.<br />Ein wunderbares Umfeld für für Innovationen! Das wir auch hier bei D-LABS pflegen. Die Kunst ist, das Potenzial solch spielerischer Ansätze zu erkennen und es an anderer Stelle - sinnvoll - einzusetzen.<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>iPhone</category>
			<category>Apple</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 23 Jun 2010 11:40:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Touch ist nicht Klick - Warum das iPad die Konventionen im Web verändern wird.</title>
			<link>http://www.d-labs.com/blog/article/touch-ist-nicht-klick-warum-das-ipad-die-konventionen-im-web-veraendern-wird/</link>
			<description>Das iPad wird seit wenigen Tagen auch in Deutschland ausgeliefert. Grund genug, um den neuesten...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_angela-kreitenweis-ipad2.png.png" height="320" width="441" alt="" /></p>
<p class="bodytext">Das iPad wird seit wenigen Tagen auch in Deutschland ausgeliefert. Grund genug, um den neuesten Stand zu begutachten: was hat sich in puncto Usability und iPad bewegt? Und wie nimmt das iPad bereits Einfluß auf die Vorstellungen von Nutzerfreundlichkeit?</p>
<p class="bodytext">Erst vor wenigen Wochen wurde unter der Regie von Jakob Nielsen eine <a href="http://www.useit.com/alertbox/ipad.html" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >Usability-Studie</a> zum iPad veröffentlicht.</p>
<p class="bodytext">Ich greife ein Fazit heraus:<br />iPad-Nutzer werden sehr wahrscheinlich viel öfter &quot;normal&quot; im Web browsen, also Websites ansteuern, als iPhone-Nutzer. Die sind vorallem auf Apps ausgewichen. Zunächst einmal ist das eine erfreuliche Entwicklung.<br />Aber auch eine neue Herausforderung. Wenn nämlich Websites mit Touchscreen-Devices angesteuert werden, müssen neue Aspekte (Usability und Technik) beachtet werden. Und das ist anspruchsvoll. Vorallem wenn das Ziel ist, für Mouse- und Touch-Interaktionen zugleich zu optimieren.</p>
<p class="bodytext">An was müssen Interaction-Designer künftig denken:</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">1) Text klicken ist mit der Mouse ok - mit dem Finger nicht.</p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_angela-kreitenweis-ipad2_1_01.png.png" height="358" width="441" alt="" /></p>
<p class="bodytext">Textlinks sind auf Websites heute allgegenwärtig - einfach, platzsparend, gut verständlich. Und mit der Mouse gut zu &quot;treffen&quot;. Auf dem iPad gibt es allerdings ziemliche Probleme, einen Textlink mit dem Finger zu erwischen - vorallem, wenn mehrere Links eng beieinander stehen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">2) Mit dem Finger fehlt ein &quot;rollover&quot;</p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_angela-kreitenweis-ipad2_2_01.png.png" height="358" width="441" alt="" /></p>
<p class="bodytext">Links, die nicht klar gekennzeichnet sind, konnte man mit der Mouse zumindest zufällig entdecken, weil sich der Mousezeiger beim &quot;Rollover&quot; über interaktive Elemente oder Grafiken ändert, er wird zur Klick-Hand. Diese Interaktion, das &quot;Rollen&quot; fehlt bei der Touch-Interaktion. Wir drücken/berühren gezielt, wischen um zu schieben oder zu ziehen - oder unsere Hand schwebt knapp über dem Touchscreen. Folglich gilt: Links und Buttons müssen für Touchscreens ständig und immer klar gekennzeichnet sein, nicht erst beim &quot;Rollover&quot;. Darüberhinaus funktionieren Interfaces, die auf Events wie mouseover (css :hover) aufbauen, auf dem iPad anders als in Desktop-Umgebungen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">3) Konflikte zwischen Interaktionen</p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_angela-kreitenweis-ipad2_3_02.png.png" height="358" width="441" alt="" /></p>
<p class="bodytext">Das iPad stellt besondere Interaktionsmöglichkeiten bereit, z.B. das Zoomen mit zwei Fingern. Dazu stellen Websites selbst ähnliche Möglichkeiten zur Verfügung - nur auf ganz anderem Weg (z.B. über einen Klick auf die rechte Mousetaste!). Diese gedoppelten oder teilweise unmöglichen Interaktionen kommen sich jetzt gegenseitig in die Quere. Mit welcher Interaktion ich welches Ziel genau erreiche kann auf dem iPad zu einer verwirrenden Suche ausarten. Hier haben sich noch keine Konventionen etabliert - wir stehen mit dem iPad in etwa da, wo mouse-gesteuerte Interfaces vor mehr als 10 Jahren waren.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">4) Flash funktioniert nicht</p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_angela-kreitenweis-ipad2_4_01.png.png" height="358" width="441" alt="" /></p>
<p class="bodytext">Wie inzwischen hinreichend von Apple kommuniziert, werden Flash-Elemente (und alle anderen Elemente, die Plug-Ins erfordern) vom iPad/Safari nicht unterstützt. Interessanterweise scheint das momentan die stärkste Motivation für Anbieter von Web-Content zu sein, eine extra iPad-Website/-App zu entwickeln und anzubieten.<br />Das heißt für die Entwicklung von Interfaces auf dem iPad: Transitions und Animationen, Audio und Video müssen in HTML 5 realisiert werden (können) - oder sie entfallen ganz.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Wird die zunehmende Verbreitung von Tablet-PCs das Webdesign allgemein verändern?</p>
<p class="bodytext">Mit Sicherheit ja!</p>
<p class="bodytext">Zunächst werden wohl die großen Anbieter eigene touch-optimierte Versionen ihrer Web-Contents anbieten. Inhalte müssen dann in drei Dimensionen gedacht und gestaltet werden: für Desktop-Interfaces (vorwiegend mit Mouse-Interaktion), auf mobilen Geräten mit sehr kleinen (Touch-)Oberflächen und auf dem iPad/Tablet-PCs. Ein nicht unerheblicher Aufwand mit unterschiedlichen Anforderungen und technischen Möglichkeiten. Denkbar ist auch, dass sich die Kategorien an Webinhalten weiter ausdifferenzieren.<br />So ist vorstellbar, dass sich Nachrichten und Unterhaltung stärker an Touchscreen-Devices wie dem iPad orientieren, und Webanwendungen, die das Bearbeiten von Aufgaben unterstützen, an einer Desktop-Umgebung.<br /><br />Klar ist, dass das was wir heute im Web für selbstverständlich halten, durch Touchscreens wieder ordentlich in Bewegung kommt. Wir bleiben am Ball! :-)<br /><br /></p><ul><li><a href="http://www.useit.com/alertbox/ipad.html" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >Usability of iPad Apps and Websites (Nielsen Norman Group) </a></li><li><a href="http://developer.apple.com/safari/library/navigation/index.html" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >Safari Reference Library</a></li><li><a href="http://developer.apple.com/safari/library/documentation/AppleApplications/Reference/SafariWebContent/HandlingEvents/HandlingEvents.html#//apple_ref/doc/uid/TP40006511-SW22" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >Handling Multi-Touch Events</a></li><li><a href="http://developer.apple.com/safari/library/technotes/tn2010/tn2262/index.html" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >Preparing Your Web Content for iPad</a></li></ul>]]></content:encoded>
			<category>Apple</category>
			<category>iPhone</category>
			<category>Usability</category>
			<category>Interaction Design</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 12 Jun 2010 22:12:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Google Street View - Ein Selbstversuch</title>
			<link>http://www.d-labs.com/blog/article/google-street-view-ein-selbstversuch/</link>
			<description>Seit einiger Zeit sind sie auch in Deutschland unterwegs und gestern war er dann endlich da. Direkt...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><img alt="Quelle: http://www.altona.info/wp-content/uploads/2010/03/google_homview_zdf_sendung_satire_sonneborn_heuteshow.jpg" src="uploads/RTEmagicC_4GoogleStreetview_01.png.png" height="238" width="441" /></p>
<p class="bodytext">Seit einiger Zeit sind sie auch in Deutschland unterwegs und gestern war er dann endlich da. Direkt vor meiner Tür stand der Google Street View Wagen und sofort erschienen die Worte: &quot;Privatsphäre&quot; und &quot;Datenschutz&quot; in meinem Kopf.</p>
<p class="bodytext">Streetview ist die Weiterentwicklung von Google Maps und Google Earth oder anders ausgedrückt: eine erweiterte Ansicht derselben. Straßen können auf Passantenhöhe durchfahren werden und zeigen den Ort in einer 360° Rundumsicht. Klingt alles erst mal sehr harmlos. </p>
<p class="bodytext">In Deutschland gibt es jedoch erhebliche Vorbehalte gegen den Dienst von Google. Neben dem Vorwurf der systematischen Datensammlung besteht die Angst, dass Personen auf den Bildern eindeutig identifiziert und personenbezogene Daten zugeordnet werden können. Obwohl Google bemüht ist Gesichter und Autokennzeichen unkenntlich zu machen, bleibt die Stimmung gegenüber den auffälligen Wagen mit den großen Kamerastativen in Deutschland feindselig.</p>
<p class="bodytext"><a href="http://maps.google.de/help/maps/streetview/faq.html" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >Google</a> selbst sagt: &quot;Street View ermöglicht es, Orte leichter zu finden und zu entdecken und auf einen Ort bezogene Aktivitäten besser zu planen.&quot;&nbsp; </p>
<p class="bodytext">Bei diesen Worten werde ich schon misstrauisch. Welche Aktivitäten sollen denn vor meiner Haustür geplant werden? Heute bin ich schon froh, wenn das Auto nicht vollständig mit Werbematerial zugepflastert ist oder die GEZ nicht wieder vor der Tür steht. </p>
<p class="bodytext">Aber lohnt sich die Aufregung überhaupt? Ist Google Streetview der wahr gewordene Datenschutzalbtraum und kann man damit wirklich Informationen bekommen, die über das normale Touristenbild aus dem Netz hinausgehen? Machen wir ein Selbstversuch in einem fernen Land in einer beliebigen Stadt, welche bereits ausführlich dokumentiert&nbsp; wurde.</p>
<p class="bodytext">Ein kleines gelbes Männchen bei <a href="http://www.google.de/maps" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >Google Maps</a> zeigt mir an, ob der anvisierte Bereich bereits mit Street View erfasst wurde. Nach einer etwas holprigen Navigation mit dem Leitstrahl und noch etwas längerem Bildaufbau sind sie dann auch da. Die ersten Bilder sind faszinierend. Unendliche Straßen, eingefrorene Alltagssituationen, es gibt viel zu sehen. Ein bisschen Voyeurismus ist ja immer mit dabei. Nach einer Weile wird es jedoch eintönig. Fast wie Autofahren, nur das man nicht aussteigen kann.</p>
<p class="bodytext">Interessant sind dann doch diese <a href="http://www.chip.de/bildergalerie/Google-StreetView-Merkwuerdige-Vorkommnisse-am-Strassenrand-Galerie_41651710.html?show=1" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >Situationen</a>: Autounfälle, Menschen, die sich (vielleicht ausversehen) gerade ausziehen, einbrechen und sonst wie merkwürdig aufführen, alles festgehalten für die Ewigkeit im Web. Aber ehrlich, möchte man sich dort wiederfinden? </p>
<p class="bodytext">Auf den ersten Blick scheint also Google Streetview nicht mehr zu bieten, als die zahlreichen Fotos, Videos und etliche andere Informationen, die im World Wide Web zu finden sind, nur in einer besseren Aufmachung. Wenn man es aber darauf anlegt, kann man damit jedoch einiges mehr anstellen. </p>
<p class="bodytext">Ich weiß jetzt zum Beispiel, dass die Bewohner in dem weißen Häuschen unter Umständen nicht sehr oft da sind, da sie für ein bekanntes Schwertransportunternehmen arbeiten. Und dass niemand in der Nähe wohnt. Natürlich wäre das eine etwas weitreichende Interpretation der angebotenen Informationen, aber schon jetzt werden rechtliche Schritte von Hauseigentümerverbänden in Deutschland geprüft, ob eine solche systematische Datensammlung nicht unterbunden werden kann.</p>
<p class="bodytext">Interessanterweise sind nur in Deutschland die Diskussionen über den Datenschutz bei Google Streetview so kontrovers, andere Länder wie die USA und Großbritannien sind da um einiges lockerer. </p>
<p class="bodytext">Nachdem ich Google Streetview kennengelernt habe, bedeutet das für mich erst mal eine genaue Sichtung der Bilder und ggf. eine Mail an streetview-deutschland@google.com um etwaige peinliche Situationen oder persönliche Informationen auszuschließen. Allen anderen rate ich dasselbe zu tun. Dann heißt es nämlich einfach: &quot;Dieses Bild ist nicht mehr verfügbar&quot;. </p>
<p class="bodytext">Ansonsten lässt sich sagen: problematisch ist wahrscheinlich nicht die Sache an sich. Fotos von Straßen und Gebäuden kann jeder machen und veröffentlichen. Wird so ein Vorgang jedoch strukturiert und auf die Masse angewendet, entstehen dort unter Umständen Instrumente und Möglichkeiten, die über einen reinen Informationsbedarf hinaus gehen können. Vor allem in der Kombination mit der gerade erst bekannt gewordenen <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,695564,00.html" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >Erfassung von privaten W-LAN Daten</a>&nbsp; mit den Streetview Fahrzeugen erscheint Google momentan wieder als wenig vertrauenswürdig, was Datensicherheit und Privatsphäre betrifft. </p>
<p class="bodytext">Manchmal ist es einfach gut, wenn nicht alle Informationen sofort und für jedermann zu jeder Zeit zu haben sind. </p>
<p class="bodytext">Mehr zu D-LABS gibt es aber sofort und für jedermann zu jeder Zeit unter <a href="http://www.d-labs.com" target="_blank" >www.d-labs.com.</a> </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 11:14:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Pressebereich 2.0 - Der Social Media Newsroom</title>
			<link>http://www.d-labs.com/blog/article/pressebereich-20-der-social-media-newsroom/</link>
			<description>Social Media lautet das Zauberwort, das es uns möglich macht uns mit Menschen aus aller Welt...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Bereits im Blogartikel <a href="blog/einzelansicht/article/netnographie-die-zukunft-der-marktforschung//5/" title="Opens external link in new window" target="_top" class="external-link-new-window" >Netnographie - Die Zukunft der Marktforschung</a> wurde die veränderte Nutzung der Medien und damit einhergehend die neuen Wege der Kommunikation thematisiert. Social Media lautet das Zauberwort, das es uns möglich macht uns mit Menschen aus aller Welt auszutauschen und zu vernetzen. Die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos, für alle Wünsche und Bedürfnisse gibt es das passende Online-Netzwerk. Für den fachlichen und beruflichen Austausch nutzen wir z.B. Xing oder LinkedIn, wir lieben Facebook , sehen Videos auf Youtube, Fotos auf Flickr, Präsentationen bei Slideshare, hören Podcasts, bloggen und twittern. Neue Technologien ermöglichen uns das Abonnieren von RSS-Feeds und News-Alerts, so dass wir rund um die Uhr mit wichtigen Informationen versorgt werden. Wir verbringen viel Zeit im World Wide Web und nutzen es nicht nur zur Meinungsbildung, sondern nehmen aktiv Einfluss, in dem wir diskutieren, kritisieren, bewerten, empfehlen, produzieren und publizieren.</p>
<p class="bodytext">Unternehmen müssen auf diese Veränderungen reagieren, sie müssen sich für die neuen Kommunikationswege öffnen und sich daran beteiligen, um sich in der Medienlandschaft erfolgreich behaupten zu können und von der Öffentlichkeit entsprechend wahrgenommen zu werden. Die klassische Pressemitteilung ist zwar nach wie vor relevant, reicht allein jedoch nicht mehr aus. Unternehmen nutzen die neuen Möglichkeiten der Nachrichtenverbreitung, indem sie beispielsweise twittern, ihr Unternehmensprofil auf Xing und/oder Facebook vorstellen, Imagefilmeauf Youtube zeigen u.v.m.</p>
<p class="bodytext">Die Herausforderung für die Unternehmen besteht nun darin, die neuen Medienformate angemessen auf der Unternehmenswebsite darzustellen bzw. einzubinden.</p>
<p class="bodytext">Während viele deutsche Unternehmen eher dezent auf ihre Aktivitäten in Online-Netzwerken hinweisen z.B. indem sie entsprechende Verlinkungen anbieten, ist der Social Media Newsroom im englischsprachigen Raum schon weit verbreitet. Das Besondere an ihm ist, dass er alle Inhalte und Instrumente im Web miteinander verbindet und somit eine zentrale Übersicht aller Informationen einer Firma liefert. Noch dazu sind diese jederzeit zugänglich und es ist keine Anmeldung und kein Login erforderlich. Es besteht die Möglichkeit sich über neue Inhalte benachrichtigen zu lassen, eine Auswahl der gewünschten Benachrichtigungsservices zu treffen und bei Bedarf direkt mit den Ansprechpartnern in Kontakt zu treten. Das ist nicht nur für Journalisten, Redakteure und Reporter relevant, sondern auch für Kunden, Partner, Fans und andere Interessenten. Es geht aber nicht nur darum Informationen zur Verfügung zu stellen, sondern vor allem darum diese im Internet zu verbreiten. Dies wird dadurch unterstützt, dass es sich nicht mehr um einseitige Informationen durch das Unternehmen handelt, sondern dass Journalisten, Kunden, Fans etc. als Multiplikatoren dienen, d.h. die Nachrichten weiterverbreiten indem sie sie u.a. weiterleiten, ihr Feedback geben und/oder bloggen.</p>
<p class="bodytext">Aber wie sieht so ein Social Media Newsroom denn nun aus?Einen internationalen Vertreter finden wir z.B. bei Cisco, einem Anbieter für Netzwerklösungen und Netzwerkmanagement. </p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_julia_passarge_social_media_room_03.png.png" height="500" width="441" alt="" /></p>
<p class="bodytext">Neben den klassischen Pressemitteilungen bieten Cisco Podcasts, Videos und Blogs an. Sie stellen ihr Unternehmensprofil auf Facebook dar, teilen Neuigkeiten über Twitter mit, zeigen ihre Videos auf Youtube und Fotos auf Flickr. Der Nutzer hat die Möglichkeit sich die neuesten Informationen via SMS zukommen zu lassen oder einen RSS-Feed zu abonnieren. Über My News@Cisco Wire kann der Nutzer einen Email-Newsletter bestellen. Die bevorzugten Medien, Themenbereiche und die Häufigkeit des Newsletters sind frei wählbar. Der Social Media Newsroom von Cisco fasst alle relevanten Informationen zum Unternehmen übersichtlich und ansprechend zusammen und ermöglicht den Interessenten somit einen schnellen und einfachen Zugriff.<br /><br />Ein besonders interessantes Beispiel aus dem deutschen Raum ist der <a href="http://www.jvm-neckar.de/#/?ps=1&amp;pd=0&amp;mt=getdataflow" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >&quot;Bewegungsmelder&quot;</a> der Agentur Jung von Matt/Neckar, ein internationales Unternehmen aus der Kommunikationsbranche. <br /><br /><img src="uploads/RTEmagicC_julia_passarge_social_media_room_02.png.png" height="277" width="441" alt="" /><br /><br />Jung von Matt &quot;Bewegungsmelder&quot;<br /><br />Das Besondere am &quot;Bewegungsmelder&quot; ist, dass hier nicht nur die Informationen vom sondern auch alle Informationen über das Unternehmen abgebildet werden und zwar nicht in der bekannten vertikalen sondern in einer horizontalen Anordnung. Meldungen der Agentur sind durch eine größere Schrift, das Pferd-Icon und einen weißen Hintergrund gekennzeichnet. Meldungen von anderen sind kleiner gehalten und stehen auf hellgrauem Hintergrund, ein entsprechendes Icon z.B. von Facebook oder Twitter zeigt an, von wo die Nachricht stammt. Die Informationen von anderen Blogs und Sites werden über Google Alerts integriert. Icon und URL zeigt an woher der Beitrag stammt.<br />Die Zeitleiste bzw. der sogenannte Bewegungsmelder zeigt an, wie viel pro Tag im Netz von oder über Jung von Matt/Neckar zu lesen war und dient als Navigationshilfe und Chronist. Somit kann der Nutzer wenn gewünscht gezielt die Tage ansteuern, an denen besonders viel von/über die Agentur berichtet wurde. Navigiert wird über die Pfeiltasten (in der grünen Box links und rechts) oder über die Zeitleiste (angelehnt an das &quot;Swipen&quot; beim iPhone gibt es eine Drag-and-Drop Funktion, mit der man den Datenfluss packen und verschieben kann). Spezielle Filter ermöglichen eine grobe Auswahl nach Quellen oder auch spezifischer nach Themengebieten. <br />Der &quot;Bewegungsmelder&quot; bietet dem Nutzer nicht nur eine Übersicht der zentralen Informationen sondern auch einen Einblick in die Unternehmenskultur. Die vielen Funktionen laden zum Ausprobieren ein, man taucht ein in die Welt von Jung von Matt am Neckar.<br /><br />Angesichts der stark gestiegenen Nutzung von Online-Netzwerken werden auch immer mehr deutsche Firmen die Vorteile des Social Media Newsrooms erkennen und ihren Pressebereich entsprechend umwandeln. D-LABS wird diese Entwicklung mit Spannung beobachten. &nbsp;<br /><br />Alle D-LABS Neuigkeiten finden Sie übrigens auf <a href="http://www.twitter.com/d_labs" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >Twitter</a> oder auch auf unserer Unternehmenswebsite unter <a href="blog/news/" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >News</a>. <br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Marketing</category>
			<category>Social Media</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 28 May 2010 09:31:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Von Interviews, Fokusgruppen und Co-Creation - Welche Methode ist die Richtige?</title>
			<link>http://www.d-labs.com/blog/article/von-interviews-fokusgruppen-und-co-creation-welche-methode-ist-die-richtige/</link>
			<description>Bei dieser Frage scheiden sich die Geister: Einige schwören auf Fokusgruppen, wenn es darum geht...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_ireen-weise-IFC-gesamt-2.jpg.jpg" height="139" width="439" alt="" /></p>
<p class="bodytext">Bei dieser Frage scheiden sich die Geister: Einige schwören auf Fokusgruppen, wenn es darum geht Ideen zu generieren; andere sagen, dass individuelle Interviews in diesem Fall besser geeignet sind und neuerdings hört man in diesem Zusammenhang auch Begriffe wie &quot;Co-Creation&quot;. Und die Antwort? Welche Methode ist wann die Richtige? Alles zu seiner Zeit. Zunächst einmal möchte ich einen kurzen Überblick über alle drei Methoden geben, bevor jeweils geeignete Anwendungsmöglichkeiten abgeleitet werden und die Eingangsfrage damit hoffentlich erschöpfend beantwortet wird.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<h1>Interviews</h1>
<p class="bodytext">Spitzenreiter unter den qualitativen Methoden ist sicher das Interview, bei dem ein Interviewer (ggf. unterstützt durch einen Protokollanten) einen Interviewten befragt. Dabei handelt es sich in unserem Fall konkret um teil- oder halbstandardisierte&nbsp;<a href="angebot/methoden/qualitatives-interview/" title="Opens internal link in current window" class="internal-link" >qualitative Interviews</a>, die durch einen Interviewleitfaden mit vorgegebenen Themengebieten und unterstützenden Fragestellungen strukturiert und so - zumindest zum Teil - vergleichbar werden (mehr zur Abgrenzung qualitativer von quantitativen Methoden im Blog-Artikel <a href="blog/einzelansicht/article/qualitativ-oder-quantitiv-wer-siegt/5/" title="Opens external link in new window" class="external-link-new-window" >&quot;Qualitativ vs. Quantitativ - Wer siegt?&quot;</a>).<br /><br /><img src="uploads/RTEmagicC_ireen-weise-IFC-interview.jpg.jpg" height="441" width="441" alt="" /><br /><br />Interviews könnten dabei gut mit Methoden der Nutzerbeobachtung (z.B. indem man den Interviewten bittet, etwas am Computer zu demonstrieren) oder einem Ideen Card Sorting kombiniert werden, bei dem der Interviewte vorgestellte Ideen von der &quot;überzeugendsten/ beliebtesten/ wichtigsten&quot; zur &quot;am wenigsten überzeugendsten/ unbeliebtesten/ unwichtigsten&quot; sortiert.<br /><br />Klarer Vorteil von Interviews ist, dass auf die individuellen Aussagen des Interviewten eingegangen werden kann, Unklarheiten können gezielt nachgefragt werden. Dabei entsteht eine große Menge an Daten, was den Auswertungsaufwand - je nach Anzahl der Interviews - in die Höhe treibt.<br /><br /><br /></p>
<h1>Fokusgruppe</h1>
<p class="bodytext">Seit den 1940ern in den USA und Großbritannien zur Untersuchung von Zuschauerreaktionen auf Propagandafilmen eingesetzte Fokusgruppendiskussionen sind heute auch in der Markt- und Konsumforschung und bei der Produktentwicklung ein Begriff. Dabei handelt es sich um moderierte Gruppendiskussionen mit fünf bis zehn ausgewählten Teilnehmern zu einem vorher festgelegten Thema.<br /><br /><img src="uploads/RTEmagicC_ireen-weise_IFC_fokusgruppe.jpg.jpg" height="441" width="441" alt="" /><br /><br />Durch die Konfrontation mit den Sichtweisen der anderen Teilnehmer und der in einer Diskussion erforderlichen Erläuterung und Begründung eigener Meinungen können differenziertere Einstellungen zum Diskussionsgegenstand erhoben werden als das in Einzelinterviews der Fall sein kann. Gleichzeitig kann aber in Fokusgruppendiskussionen nicht jeder Teilnehmer zu jedem Punkt etwas sagen, weshalb es sinnvoll sein kann zusätzlich einen Fragebogen auszuteilen. Ein weiterer Vorteil von Fokusgruppendiskussionen ist, dass dabei mit vertretbarem Aufwand Meinungen und Anregungen mehrerer Personen gleichzeitig gesammelt werden können. Für den Erfolg der Diskussion ist jedoch die richtige Zusammenstellung der Teilnehmer ausschlaggebend: Um eine gemeinsame Diskussionsgrundlage zu haben, sollte die Gruppe ein Mindestmaß an Homogenität aufweisen (z.B. alle die in der Diskussion thematisierte Software nutzen), gleichzeitig ist aber für eine lebhafte und intensive Diskussion auch eine gewisse Heterogenität innerhalb der Gruppe wichtig (z.B. unterschiedliche Erfahrung im Umgang mit der Software).<br /><br /><br /></p>
<h1>Co-Creation</h1>
<p class="bodytext">Der bisher vor allem aus dem Bereich der Produktentwicklung und -innovation bekannte Ansatz &quot;Co-Creation&quot; mag vielleicht wie ein Buzzword erscheinen, die dahinterstehende Idee ist aber faszinierend: Anwender und Unternehmen gehen dabei für die Produktentwicklung eine gleichberechtigte Partnerschaft ein. &quot;Co-Creators&quot; werden ausgewählt, weil sie sich leidenschaftlich für das Thema interessieren und engagieren. Die Teilnehmergruppe kann dabei auch durchaus größter sein als bei einer Fokusgruppendiskussion. Für die Erarbeitungen von Lösungen zu einer bestimmten Problemstellung werden dann kleinere Gruppen aus den Teilnehmern gebildet, die von Experten und Stakeholdern des Unternehmens unterstützt werden und gemeinsam erste Ideen erarbeiten. Später werden die Ideen der verschiedenen Kleingruppen diskutiert, geteilt und daraus neue Ideen entwickelt.</p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_ireen-weise_IFC_co-creation.jpg.jpg" height="441" width="441" alt="" /><br /><br />Der größte Unterschied zur Fokusgruppendiskussion liegt darin, wer die Leitung der Gruppe inne hat: Bei der Fokusgruppendiskussion ist das eindeutig der Moderator, der das Thema in die Gruppe bringt und alle Äußerungen strukturiert; in einem &quot;Co-Creation&quot;-Workshop gibt es keinen gesonderten Moderator, sondern die Gruppe bestimmt, wo es hin gehen soll. Der zweite große Unterschied ist, dass es in Interviews und Fokusgruppendiskussion v.a. darum geht, was die Anwender sagen, während es in einem &quot;Co-Creation&quot;-Workshop gezielt darum geht, was sie machen - im Sinne von &quot;anfertigen, erstellen&quot;.<br />Neben dem hohen Aufwand für die Auswahl der richtigen Teilnehmer eines &quot;Co-Creation&quot;-Workshops liegt hierbei die Herausforderung v.a. im Unternehmen selbst, das eine entsprechende Offenheit für die Ideen und Herangehensweisen der Teilnehmer mitbringen und die kreative Kontrolle an diese abgeben können muss.<br /><br /><br /></p>
<h1>Und welche Methode ist nun die Richtige?</h1>
<p class="bodytext">Jeder der vorgestellten Methoden hat ihre Vor- und Nachteile und die für sie geeigneten Anwendungsbereiche:<br />1. Immer dann, wenn es um individuelle Sichtweisen, Ideen der einzelnen Anwender und um möglichst intensive Gespräche mit diesen geht, dann sind Interviews die richtige Methode.<br />2. Wenn es v.a. darum geht, nach welchen Kriterien Entscheidungen getroffen werden und Entscheidungsprozesse verlaufen, wenn Vor- und Nachteile eines bestehenden oder zukünftigen Produktes diskutiert werden sollen, dann können Fokusgruppendiskussionen hilfreich sein.<br />3. Sollen jedoch eigene, neue Ideen entwickelt und Innovationen ermöglicht werden, so lohnt es sich auch nach &quot;neueren&quot; Methoden wie bspw. &quot;Co-Creation&quot; Ausschau zu halten.</p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_ireen-weise_IFC_uebersicht.jpg.jpg" height="374" width="441" alt="" /></p>
<p class="bodytext">Fazit: Jede Methode kann hilfreich sein, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt und mit der richtigen Intention angewendet wird: Alles zu seiner Zeit.<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 05 May 2010 08:22:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Negativschlagzeilen - Telekom und BKK Gesundheit machen es vor, zahlreiche Unternehmen folgen</title>
			<link>http://www.d-labs.com/blog/article/negativschlagzeilen-telekom-und-xxx-maches-vor-zahlreiche-unternehmen-folgen/</link>
			<description>In Zeiten verstärkter Meldungen zu Datenklau, Sicherheitslücken und gestiegener Sicherheitsrisiken...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">In Zeiten verstärkter Meldungen zu Datenklau, Sicherheitslücken und gestiegener Sicherheitsrisiken macht es Sinn, die gängige Betrachtungsweise zu hinterfragen, um nach möglichen Gründen zu suchen.<br /><br />Ein gängiger Ansatzpunkt für die sicherheitsrelvante Bewertung ist meistens die genaue Inspektion das Software- oder&nbsp; IT-System selbst. Mit enormem technischem Aufwand werden bestehende Systeme analysiert und verbessert. Dieser einseitige Kampf verschlingt enorme Mittel.<br /><br />In der Realität bestimmt nicht nur die Sicherheit von einzelnen Komponenten des Software- oder IT-Systems über mögliche Schwachpunkte, sondern das Gesamtsystems als eine große Einheit muss betrachtet werden.&nbsp; Systeme verhalten sich oftmals ähnlich wie eine Kette, die erfahrungsgemäß am schwächsten Glied nachgibt.<br /><br />Ein (wenn nicht sogar der wichtigste) Bestandteil eines jeden Systems ist der Mensch. Ob nun direkt als Anwender, Techniker oder in anderen Rollen kann ein menschlicher &quot;Fehler&quot; im Umgang mit dem System zu schwerwiegenden Folgen führen. <br /><br />Horrorszenarien zu räuberisch erpressten Zugangsdaten sind in der Realität extrem selten und eher unwahrscheinlich. Viel häufiger kommt es zu Datenlecks, weil ein Mensch aus Versehen den falschen e-Mail-Empfängers auswählt. Durch einen ungewollten Mausklick können so vertrauliche Daten in falsche Hände gelangen.<br /><br />Ähnlich riskant ist der oft beobachtete Umgang mit mobilen Endgeräten wie Notebooks, Handys oder PDAs. Denn mobile Endgeräte machen auch die darauf befindlichen Daten und Datenzugänge ebenfalls mobil.<br /><br />Auch eine andere Problematik ist nicht auf unsichere Infrastrukturen zurückzuführen, sondern überwiegend auf den Faktor Mensch - die Rede ist vom sogenannten Phishing. Ein Kunstwort aus password (Passwort) und fishing (Angeln). Zu Deutsch also &quot;Pangeln&quot;. <br />Phishing ist seit Jahren in aller Munde und findet sporadisch sogar Erwähnung als eine der größten Bedrohungen für unsere vernetzte Welt. Die Ursache des Phänomens Phishing liegt in der Interaktion des Systems mit dem Nutzer. Ähnlich anmutende Internetseiten werden als bekannt und damit sicher und vertrauenswürdig bewertet. So ermutigt eine Webseite, die aussieht wie der Internetauftritt der eigenen Bank, zur Eingabe von hochsensiblen Zugangsdaten. Der notwendige Schritt der Identifikation anhand der Internetadresse im Browserfenster selbst, wird häufig vernachlässigt.<br />Versucht man dieses &quot;leichtsinnige&quot; Verhalten zu verstehen, genügt ein Blick in die &quot;reale&quot; Welt. Menschen, die wir kennen, vertrauen wir auch. Vertrauen heißt, dass wir diese Person nicht tiefergehend überprüfen, obwohl uns ein Blick auf den Personalausweis oder Reisepass Gewissheit liefern könnte. <br />Betrachtet man in diesem Fall nun das System Internet wird man feststellen, dass ähnliche Abläufe wie in der Realität zur Identifikation herangezogen werden, ohne dass das System intuitive Alternativen anbietet. So verwundert es nicht weiter, dass viele Menschen einer von ihrer Erscheinung her bekannten Webseite intuitiv Vertrauen schenken. So kommt häufig der Blick auf die Adresse oder Zertifikate -der digitale &quot;Reisepass&quot;- zu kurz.<br /><br />Nun mögen diese Beispiele für den ein oder Anderen sehr weit hergeholt und unrealistisch wirken - die grundsätzliche Problematik ist unabhängig davon sehr real. <br /><br />Um auch in der Zukunft umfassend sichere Systeme zu entwickeln, wird es notwendig sein, verstärkt auf die vermeintlich unsicherste Komponente einzugehen. Der Systemarchitekt muss die Kette also stets durch Stärkung des schwächsten Gliedes stärken.<br />Voraussetzung hierfür ist es, den Anwender zu kennen und zu verstehen, damit letztendlich und dessen Bedürfnisse, Gewohnheiten und auch &quot;menschliche Schwächen&quot; in das System adäquat integriert werden können. <br /><br /></p>]]></content:encoded>
			
			<author>TEST</author>
			<pubDate>Tue, 04 May 2010 14:30:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Herbe Kritik und Begeisterungsstürme zum iPad: Was bleibt von der Revolution?</title>
			<link>http://www.d-labs.com/blog/article/herbe-kritik-und-begeisterungsstuerme-zum-ipad-was-bleibt-von-der-revolution/</link>
			<description>Das neue iPad ist im Handel! Und für Sommer ist die Präsentation des (deutschen!) WePad geplant....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_100415_ipad_01_ak.png.png" height="320" width="441" alt="" /></p>
<p class="bodytext">Das neue iPad ist im Handel! Und für Sommer ist die Präsentation des (deutschen!) <a href="http://wepad.mobi" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >WePad</a> geplant. Zwei Devices, die uns eine neue Dimension von Browsen, Lesen (und Arbeiten) versprechen.</p>
<p class="bodytext">Zum iPad existiert mittlerweile eine Flut von Testberichten, in denen sich, grob gesagt, zwei Lager gegenüberstehen: die einen beklagen mangelnde Ausstattung und Ausbaufähigkeit, die anderen lieben das Interface und die einfache Bedienung.</p>
<p class="bodytext">Konsequenterweise hat <a href="http://www.nytimes.com/2010/04/01/technology/personaltech/01pogue.html" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >David Pogue</a> in der New York Times gleich zwei Rezensionenen zum iPad geschrieben. Eine für Techies (&quot;This device is laughably absurd&quot;) und eine für alle anderen (&quot;This truly is a magical revolution&quot;).</p>
<p class="bodytext">Als Interface-Designer liegt mir die zweite Ansicht näher. Denn was aus meiner Sicht das iPad revolutionär macht, sind nicht technische Ausrüstung und Anzahl der Schnittstellen - sondern die User Experience. Und da ist das iPad definitiv eine &quot;neue Welt&quot;.</p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_100415_ipad_02_ak.png.png" height="320" width="441" alt="" /></p>
<p class="bodytext">Was ist wirklich neu am iPad?</p>
<p class="bodytext">Ganz einfach: es ist größer! ;-) Das ist ein gravierender Unterschied, weil es ganz anders gebaute Interfaces zulässt.<br />Wie beim iPhone ist der Plan, das iPad durch tausende von Apps erst richtig mächtig werden zu lassen - und für die Gestaltung von Interfaces auf dem neuen iPad gibt es vielversprechende neue Rahmenbedingungen.</p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_100415_ipad_03_ak.png.png" height="320" width="441" alt="" /></p>
<p class="bodytext">1. Endlich die richtige Proportion von Mensch und Tool</p>
<p class="bodytext">Ich glaube, es wird nicht lange dauern, und wir werden uns fragen, warum man bestimmte Aufgaben früher einmal an solch fitzelig kleinen Geräten wie einem Mobiltelefon ausgeführt hat. Wenn man bedenkt, dass ein iPhone im wesentlichen aus dem gleichen Abstand betrachtet wird und man die gleichen Hilfsmittel für Eingaben - nämlich seine eigenen Finger - benutzt, erscheint bereits das iPhone für bestimmte Dinge einfach nicht mehr passend. Oder das iPad endlich passend.&nbsp;Auf dem iPad können für Interaktionen Dimensionen gewählt werden, die unseren Fingern entsprechen.<br /><br />Unsere Finger stehen also in einem deutlich besseren Verhältnis zu den neuen Dimensionen der Arbeitsfläche. Das schafft neue Möglichkeiten für die Arbeitswerkzeuge. Als Interaction-Designer können wir wieder stärker in Werkzeugen denken - nicht alleine in Knöpfen und Buttons.</p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_100415_ipad_04_ak.png.png" height="320" width="441" alt="" /></p>
<p class="bodytext">2. Gesten statt Buttons </p>
<p class="bodytext">Wie viele neue Tools in der letzten Zeit kommt das iPad mit Multi-Touch/Multi-Finger-Control. Das bedeutet, dass das iPad statt Mouseclicks Tippen mit den Fingerspitzen interpretiert - und zwar von mehreren Fingern, von sogar mehreren Benutzern gleichzeitig. Erst im Februar hat sich Apple ein Patent auf seinen &quot;Multi-Point-Touchscreen&quot; gesichert. Das ermöglicht die Interaktion mithilfe von Gesten. Man denke an das &quot;Zoomen&quot; mit zwei Fingern auf dem iPhone. Denkbar sind noch viel mehr Einsatzmöglichkeiten von Gesten.<br />Ein Beispiel: Heute beinhalten viele Interaktionsschritte das Dreigestirn der Antworten &quot;Ja&quot;, &quot;Nein&quot; und &quot;Abbrechen&quot; als Optionen. Morgen könnten diese durch drei Gesten ersetzt werden.<br /><br />Der große Vorteil von Gesten ist, dass sie nicht mehr zwingend an einen bestimmten Platz gebunden sind. Heute erkennen Interfaces durch die Position der Eingabe die Antwort des Users. Morgen erkennen Interfaces durch die Form der Eingabe die Antwort. Somit ist es egal, wo auf dem Touchscreen die Eingabe geschieht. Das Arbeiten wird intuitiver, weil die Suche &quot;Wo ist der Button?&quot; entfällt.</p>
<p class="bodytext"><img src="uploads/RTEmagicC_100415_ipad_05_ak.png.png" height="320" width="441" alt="" /></p>
<p class="bodytext">3. Neue Dimensionen für Teamwork</p>
<p class="bodytext">Apple ruft die Entwicklergemeinde wie beim iPhone dazu auf, eigene Apps zu entwerfen, die das Potenzial des iPad erst richtig zur Entfaltung bringen werden. Für das iPad lautet die Ansage: denkt darüber nach, auf welche Weise man Apps gemeinsam mit anderen nutzen könnte - bezogen auf Daten aber auch auf die physische Nutzung des iPads. Anders formuliert: das iPad soll Zusammenarbeit am Rechner neu definieren. (siehe <a href="http://www.apple.com/ipad/sdk/" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >iPad Human Interface Guidelines</a>)</p>
<p class="bodytext">Und man denkt sofort an den guten alten DIN-A4-Block, auf dem man gemeinsam Texte entworfen oder Zeichnungen verfeinert hat. Vielleicht lohnt es sich, sich das noch einmal zu vergegenwärtigen. Der Spaß an Zusammenarbeit liegt nur zum Teil im gemeinsamen Ergebnis. Den anderen Teil macht die Freude durch eigenen Input und die Reaktion des Gegenübers aus. Und dazu muß ich diese Reaktionen des Gegenübers möglichst direkt beobachten und nachvollziehen können.<br />Also nicht 1) etwas tun 2) es in eine Black-Box senden 3) warten und 4) aus der Black Box einen neuen Stand entgegennehmen - wie heute Zusammenarbeit vielfach definiert wird, nämlich an getrennten Geräten und über das Internet. Sondern Zusammenarbeit live erleben.<br /><br />Ich bin sehr gespannt, wann wir für das iPad die ersten Interfaces sehen, die wirklich darauf ausgelegt sind, dass man zu zweit, im Team an einem iPad arbeitet. Zum Beispiel mit Steuerelementen, die von zwei Seiten aus zu bedienen sind. <br />Vielleicht werden die Tools nichts weiter tun, als ein Stück Papier ersetzen. Aber ganz ehrlich: dieses einfache Ziel hat heute noch kein Werkzeug und keine App wirklich erreicht.<br /><br /><br /></p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 15:09:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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