zurück zu Blog-Übersicht
Das ist, was ich meine: Drei Beispiele für neue Interfaces und User Experience auf dem iPad.
Vor einigen Wochen habe ich in dem Artikel "Herbe Kritik und Begeisterungsstürme zum iPad..." über die neuen Möglichkeiten geschrieben, die sich mit dem iPad eröffnen. Aus der Flut der angekündigten oder veröffentlichten Apps möchte ich drei vorstellen, die sehr schön abbilden, was ich damit meine. Alle drei sind Spiele, auf diesem Bereich gibt es derzeit fast täglich neue Konzepte und Ideen zum Thema Interaktion zu bestaunen.
1) Squiggle - ein virtuelles Saiteninstrument
Interessantes Video zu Squiggle unter: http://vimeo.com/11349475
Mit Squiggle kann man sich sein eigenes virtuelles Instrument erschaffen, man bespannt sich seine Bedienoberfläche mit Saiten und kann diese dann anschlagen und den Ton verändern. Besonders bemerkenswert ist, wie grundlegende Funktionen umgesetzt und klar definiert sind, also a) Instrument anlegen (Saiten spannen) b) spielen und c) neues Instrument anlegen/von vorne.
Es sind Gesten - sehr schön gelöst!
2) Labyrinth 2 HD - die virtuelle Kugelbahn
http://labyrinth.codify.se/
http://www.apple.com/de/ipad/apps-for-ipad/#labyrinth
Das beliebte Labyrinth-Brettspiel ist hier auf das iPad übertragen. Im Video ist schon recht gut zu sehen, wie Gesten, hier die Bewegung des ganzen iPad, und Sound ein sehr realistisches Nutzungserlebnis erzeugen. Aus vergangenen Usability-Tests weiß ich, wie stark unser Auge und unsere Ohren alle Sinneseindrücke beeinflußen. Bei guten Anwendungen meinen Nutzer förmlich Gegenstände zu "spüren" - obwohl tatsächlich kein haptisches Feedback existiert. Ich wette, hier erleben die Nutzer einen ähnlichen Effekt.
3) Pad Racer , ein Autorennen auf zwei iPads
http://www.youtube.com/watch?v=6WEjV1mYHlE
"Entwerft Anwendungen, die man gemeinsam nutzen kann" - so der Aufruf aus dem letzten Artikel. Zusammen spielen ist nun schon in einigen Apps zu sehen - so auch in der zuletzt genannten App. Nochmal anders interpretiert ist das im Pad Racer, einer virtuellen Autorennbahn. Da werden einfach zwei iPads nebeneinander gelegt und ergeben eine gemeinsame, größere Rennbahn. Gesteuert wird mit dem iPhone.
Das alles sind spielerische, nicht todernst gemeinte Anwendungen, die man natürlich nicht 1:1 beispielsweise in ein Businessumfeld übertragen kann. Oft aber bereiten genau solche "Experimente" neuen Konventionen den Weg.
Spiele dürfen nun mal viel mehr, als eine Business-Anwendung (sie dürfen sogar scheitern). Und die Nutzer gehen sehr frei und ohne Scheu an solche Interfaces heran, probieren aus, lernen schnell und wenden vorhandene Möglichkeiten sehr kreativ auf ihre Bedürfnisse an.
Ein wunderbares Umfeld für für Innovationen! Das wir auch hier bei D-LABS pflegen. Die Kunst ist, das Potenzial solch spielerischer Ansätze zu erkennen und es an anderer Stelle - sinnvoll - einzusetzen.
Kategorien
- Apple (3)
- D-Networking (4)
- Date/Events (3)
- Design Forschung (4)
- FAQ - Keywords (3)
- Informationsvisualisierung (4)
- Interaction Design (17)
- iPhone (3)
- Marketing (4)
- Prototyping (2)
- Social Media (4)
- Software Tools (3)
- UI Development (4)
- Usability (9)
- User Research (18)
