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Von: Platzek

7.01.08

Apples Icons lernen zu tanzen

Apple Icons wackeln, hüpfen und tanzen. Mit der Einführung von Mac OS Xs Dock Application im Jahre 2001 fingen die Icons beim Start einer Software an zu hüpfen, um anzuzeigen, dass der Startup-Prozess ausgeführt wird. Frei nach dem Motto: "Ich hüpfe, ich bin beschäftigt". Apple ersetzte dadurch den jahrelang genutzten Startup Screen bei der eigenen Software.

       

Jetzt ist Apple iPhone mit dem Firmware Update 1.1.3. noch einen Schritt weiter gegangen: Die neue Software lässt den User den iPhone Homescreen selber einrichten. Durch Halten des Fingers auf dem Icon wird eine Wackel-Bewegung der Icons ausgelöst. Der Screen und das iPhone Dock sind nun durch Drag-und-Drop adaptierbar. Die Icons wackeln, um den Mode-Switch anzuzeigen.

Was steckt hinter der knuddeligen Anmutung? Die Icons sind "lebendig", denn sie haben Eigenschaften erhalten, die von unseren eigenen physischen Bewegungen abgeschaut sind. Sie sind klein, farbenfroh, glänzend und attraktiv und bewegen sich "natürlich". Wie könnten wir sie nicht gern haben? Das wiederum verändert den Umgang mit dem Gerät, der Bezug zu niedlich und lebendig ist wichtig, gerade weil die Icons im Falle des iPhones ja auch "berührt" werden.

Und der Nachteil? Icon Bewegungen können ärgerlich sein. Außer beim Startup einer Software habe ich persönlich ein Problem mit hüpfenden Icons. Beispiele dafür sind neue Nachrichten in Instant Messengern,  Adobes Updater Software zu CS3 (viel Gehüpfe und Pop Ups) oder der Alarmfunktion in iCal.

Wahrscheinlich sind bewegliche Icons als Teil einer größeren Entwicklung zu sehen. User Interfaces bewegen sich allgemein mehr. Apples Leopard zeigt unzählige Beispiele auf: Coverflow im Finder, Dashboard Widget, Time Machine oder die Finder/Dock Beziehung. Wird der Umgang mit dem Computer dadurch verbessert? Wenn das Erlebnis Spaß macht, einer spezifischen Funktion unterliegt und die Maschine nicht verlangsamt, lautet die Antwort: ja.

Kategorie: Interaction Design, iPhone, Apple