1.04.08 14:05
Themenreihe: Der DLI-Prozess
Die Themenreihe: "DLI-Prozess" umfasst eine Reihe von Beiträgen zur Anwendung des Prozesses im akademischen sowie unternehmerischen Umfeld. - Nachfolgend Teil 1 - Der Überblick:
Die tägliche Arbeit in IT-Projekten zeigt, dass der Endnutzer nach wie vor eine „Größe“ ist, der im Software-Entstehungsprozess viel zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet wird. Doch die Branche beginnt sich zu wandeln. Der Fachbereich Mensch-Computer-Interaktion der Gesellschaft für Informatik (GI) widmet sich auf seiner Jahreskonferenz vom 7. bis 10. September 2008 gezielt dieser Fragestellung: Unter dem Titel „Mensch und Computer“ soll ein Bewusstsein geschaffen werden, wie Softwareanwendungen in Zukunft besser auf Benutzer und Aufgabenstellung ausgerichtet werden können.
D-LABS nahm die „Mensch und Computer“ als Anlass, gezielt eine wissenschaftliche Rückkopplung seiner Arbeitsmethoden anzustreben. In enger Zusammenarbeit mit der School of Design Thinking in Potsdam wurde der Design Led Innovation-Prozess (DLI) als Vorgehensmodell zur Konzeption interaktiver Systeme hinsichtlich der Anwendbarkeit im akademischen sowie unternehmerischen Umfeld untersucht. Neben den Charakteristika und den sich daraus ergebenden Vorteilen wird besonderes Augenmerk auf die bisher in der Projektarbeit identifizierten Probleme gelegt. In Form einer kritischen Auseinandersetzung werden diese zusammengefasst und entsprechende Lösungsansätze basierend auf den Erfahrungen der Mitarbeiter und Studierenden erarbeitet. Die aufgezeigten Lösungsansätze wurden in Projekten entwickelt und bereits teilweise angewendet.
Die konsequent von D-LABS angestrebte Interdisziplinarität hat sich als sehr förderlich für die design-orientierte Entwicklung erwiesen. Dennoch konnten Potenziale zur Weiterentwicklung ausgemacht werden, wobei insbesondere im Wissensmanagement und in der Umsetzung des DLI-Prozesses Innovationsbedarf aufgedeckt wurde. Dies sollte in einer Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft umgesetzt werden. Inhaltlich ist neben der Optimierung der Prozessphasen vor allem die Erarbeitung von Lösungsansätzen für interne und externe Kommunikation wichtig. Die entstehenden Synergieeffekte sind für beide Parteien viel versprechend: Auf der akademischen Seite gibt es die Möglichkeit, an realen, praxisnahen Projekten mitzuarbeiten und auf der Wirtschaftsseite können Unternehmen von neuen und kreativen Ideen aus dem wissenschaftlichen Umfeld profitieren.
Ein einführender Überblick unter: "DLI-Prozess".
Mehr zur Themenreihe "DLI-Prozess" demnächst hier im Blog.
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