English

zurück zu Blog-Übersicht

Von: Norma Junge

4.03.10

Die Spatzen pfeifen es von allen Dächern ...

 

 

Das Twittern ist in aller Munde. Seit drei Jahren wird das "Gezwitscher"  von allen Seiten gelobt. Sei es als Nachrichtendienst in Echtzeit oder als Tool der "Social Media" Welle, die in die Marketingabteilungen geschwappt ist, eins ist sicher: Twittern muss man. Eigentlich ist es auch ganz einfach: Account einrichten, interessante Information in 140 Zeichen verpacken und los geht's in die aufregende Welt der Informationsverbreitung. Immer mehr Firmen suchen so seit einiger Zeit ihr Glück in der neuen Kommunikationsform. Aber genau da liegt für viele Unternehmen das Problem: ist Twittern das Richtige und was muss man tun?

Wie jedes andere Marketinginstrument hat auch Twitter seine Ansprüche.  Zum einen stellt sich die Frage: wen kann man damit überhaupt erreichen? Studien wie Twitter demographics zeigen dass die eigene Zielgruppe unter Umständen gar nicht mit dabei ist. Ältere Semester aus der Zeit, wo Computer noch einen festen Platz hatten und Telefone nur zum telefonieren genutzt wurden, interessieren sich unter Umständen nicht für den neuen Twittereintrag. Ist die Zielgruppe jedoch grundsätzlich interessiert, zählt jetzt der Inhalt. Twittern gehört zum Microblogging, eine noch relativ neue Form der Kommunikation. Der Platz für Aufmerksamkeit und Imagepflege ist stark begrenzt, die Lebensdauer kurz. Wer hier erfolgreich sein will, sollte nicht nur eine Anmeldung, sondern auch Ressourcen und aktuelle Informationen im Unternehmen haben, um seine Kunden möglichst täglich auf dem Laufenden zu halten. Denn nichts ist langweiliger als die Gerüchte von letzter Woche. Viele Unternehmen twittern am Anfang viel und nach ein paar Wochen versiegt der Informationsfluss. Vermutlich weil man erkennt, dass man gutes Marketing nicht nebenbei machen kann.

Twittern funktioniert zudem nicht nur in eine Richtung sondern immer im Dialog. Wer sich vor Feedback und Kritik seiner Kunden fürchtet, sollte unter Umständen eine nicht so öffentliche Kommunikationsform wählen. Zum Ausgleich dafür gibt es wertvolle Hinweise und Informationen direkt aus Kundenhand. Ab einer bestimmten Anzahl von Followern (dt. die dem Ruf gefolgt sind) übernehmen diese die Verteilung und man kann sich über viel Interesse am eigenen Unternehmen freuen.

Letztendlich ist Twitter nur eine von vielen neuen Kommunikationsformen und kann nur als EIN Werkzeug einer guten Marketingstrategie gesehen werden. Es ist genau zu prüfen ob es zu Image und Kommunikationsstrategie passt oder es bessere Transportmöglichkeiten für Informationen gibt. Wie immer bei jedem Hype gibt einiges zu beachten, aber auch viel zu gewinnen.

Und man kann D-LABS übrigens auch unter folgen…

Kategorie: Social Media, Marketing